Besonnen mischen: Zins­anlagen plus ETF

Wenn sich Anleger für Tages- oder Fest­geld entscheiden, wollen sie kein Risiko eingehen. Ihr Einsatz soll voll­ständig erhalten bleiben – plus eine anständige Verzinsung. Doch das ist heute nicht drin. Wer seine Chancen verbessern möchte, muss ein gewisses Risiko eingehen. Die Beimischung welt­weit streuender Aktien-ETF macht das Depot aussichts­reicher, ohne dass Anleger Kopf und Kragen riskieren müssen.

Beim sogenannten Garan­tiedepot würde ein Total­verlust des Aktien­anteils durch den Zins­part wett­gemacht. Die gesammelten Zins­erträge über die Lauf­zeit bilden einen Puffer, den Anleger aufs Spiel setzen können, ohne den Kapital­erhalt zu gefährden. Das gilt wohl­gemerkt nur für das Laufzeit­ende, zwischen­zeitlich sind Verluste möglich.

Bei global streuenden Aktien-ETF (siehe Produktfinder Fonds) ist es nicht nötig, einen Total­verlust einzukalkulieren. Dazu müssten die Aktien aller großen Konzerne wert­los werden. Eine realistische Größe ist der höchste Verlust, den der Welt­aktienmarkt in knapp 50 Jahren erlitten hat. Es waren rund 54 Prozent. In der Tabelle rechts zeigen wir, wie hoch die Quote an Aktien-ETF für unterschiedliche Zeiträume, Zins­sätze und angenom­mene Aktien­verluste sein darf, wenn der Einsatz am Ende erhalten sein soll.

Die Zins­sätze von 2 und 2,5 Prozent haben wir aufgeführt, obwohl sie zurzeit nicht zu erzielen sind. Bei längeren Anlage­zeiträumen sind in Zukunft auch wieder deutlich höhere Zinsen als heute denk­bar.

Dieser Artikel ist hilfreich. 9 Nutzer finden das hilfreich.