Risikolebensversicherungen verhindern, dass ein Todesfall auch finanziell zur Katastrophe wird. Die Computeranalyse der Stiftung Warentest hilft, das günstigste Angebot zu finden.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Risikolebensversicherung

Risikolebensversicherungen sind viel billiger als Kapitallebensversicherungen. Denn sie zahlen nur in einem Fall: beim Tod des Versicherten. Kapital wird während der Laufzeit nicht angespart. Je nach Versicherungssumme, Laufzeit, Geschlecht und Eintrittsalter gibt es den Schutz für wenige Hundert Mark im Jahr.

Die Versicherung ist sehr wichtig für junge Familien, Alleinerziehende und Ehepaare, die noch kein Vermögen ansparen konnten. Sie stellt sicher, dass Ehepartner und Kinder nach dem Tod des Hauptverdieners versorgt sind. Auch für Existenzgründer und Häuslebauer ist sie eine wichtige und günstige Möglichkeit zur Absicherung.

Versicherungssumme

Wie viel die Versicherung im Todesfall zahlen soll, wird im Vertrag als Versicherungssumme festgelegt. Zur Absicherung einer jungen Familien ist das Vier- bis Fünffache des Jahresbruttoeinkommens als Versicherungssumme sinnvoll. Ohne Kinder oder bei späterem Versicherungsbeginn, wenn die Kinder schon groß sind, reicht auch das Dreifache. Senken kann man die Versicherungssumme später problemlos.

Laufzeit

Wichtig ist die Risikolebensversicherung in der Phase, in der noch kein oder wenig Vermögen angespart ist. Eine Laufzeit bis zum Alter von 50 oder 55 Jahren ist daher meistens sinnvoll. Wer durch Erbschaft, Lottogewinn oder Fleiß vor Ablauf der Versicherung zu Geld kommt, kann seinen Vertrag jederzeit zum Ablauf des Versicherungsjahres kündigen.

Nichtraucher

Nichtraucher kommen bei vielen Gesellschaften deutlich billiger weg. Als Nichtraucher gilt der Antragsteller bei den Versicherern aber nur, wenn er seit mindestens einem Jahr jegliche Form von Tabak, auch Kautabak, gemieden hat und auch künftig meidet. Schummeln bei der Selbstauskunft gefährdet den Versicherungsschutz. Ausbaden müssten dies im Ernstfall die Hinterbliebenen. Denn dann zahlt die Versicherung nicht.

Unsere Computeranalyse ermittelt den günstigsten Normal- oder Nichtrauchertarif für Verträge mit konstanter Versicherungssumme. Risikozuschläge bleiben unberücksichtigt, weil die Gesellschaften sie sehr unterschiedlich berechnen. Es gibt Zuschläge für riskante Hobbys (Reiten, Fallschirmspringen, alpines Klettern), flotte Fortbewegungsmittel (Motorräder) und gefährliche Berufe (Gerüstbauer, Bergarbeiter). Auch gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Depressionen können die Prämie erhöhen oder gar zur Ablehnung führen.

Jahresprämie

Versicherungssumme, Laufzeit, Geschlecht und Eintrittsalter des Versicherungsnehmers haben Einfluss auf die Grundprämie. Die Preisunterschiede sind enorm: Der jüngste Finanztest-Vergleich zeigte, dass ein Todesfallschutz von 100.000 Mark für einen 33-jährigen Mann zum Beispiel zwischen 137 und 598 Mark im Jahr, für eine Frau zwischen 104 und 401 Mark kosten kann. Die Leistung für die beiden Verträge mit einer Laufzeit von zwanzig Jahren ist hingegen absolut gleich.

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