Formen der Risiko­lebens­versicherung

Das Grund­prinzip der Risiko­lebens­versicherung: Sie zahlt bei Tod der versicherten Person die versicherte Todes­fall­summe an die Bezugs­berechtigten. Stirbt der Versicherte während der Vertrags­lauf­zeit nicht, werden am Ende des Vertrags keine Leistungen fällig. Doch es gibt Varianten. Hier lesen Sie, welche Formen der Risiko­lebens­versicherung es gibt.

Variante 1: Klassische Risiko­lebens­versicherung

  • Familien. Mit einer klassischen Risiko­lebens­versicherung können im Todes­fall des Haupt­verdieners einer Familie die Hinterbliebenen abge­sichert werden. Verstirbt der Versicherte während der Vertrags­lauf­zeit, erhält die Familie die vereinbarte Leistung. Wie hoch die Versicherungs­summe sein muss, kann ungefähr anhand des persönlichen Jahres­einkommens kalkuliert werden. Familien mit Klein­kindern benötigen das meiste Geld und sollten das Vier- bis Fünf­fache des Jahres­einkommens absichern. Für ältere Kinder oder zum Schutz des Ehepart­ners genügt meist eine Versicherungs­summe in Höhe des dreifachen Jahres­einkommens. Für eine Familie sollte ein mittel- bis lang­fristiger Schutz vereinbart werden – möglichst bis zum Alter von 50 oder 55 Jahren. Wer ein ausreichendes Vermögen bereits früher angespart hat, kann den Vertrag jeder­zeit zum Ende des Versicherungs­jahrs kündigen.
  • Unver­heiratete Paare. Bei nicht­ehelichen Lebens­gemeinschaften gibt es für die Hinterbliebenen keine Rente aus der gesetzlichen Rentenkasse. Daher kann mit einer Risiko­lebens­versicherung für den schlimmsten aller Fälle vorgesorgt werden. Dabei ist aber zu beachten, dass im Erbfall der Über­lebende Erbschafts­steuer entrichten muss. Der Frei­betrag liegt nur bei 20 000 Euro. Alles darüber ist steuer­pflichtig. Die Steuer fällt nicht an, wenn die Partner sich über Kreuz versichern. Beispiel: Wenn ein Mann in einer nicht­ehelichen Lebens­gemeinschaft seine Part­nerin absichern möchte, sollte diese den Vertrag abschließen. Er muss aber zustimmen, dass sie eine Police auf sein Leben abschließt. Sie versichert dann nicht ihr eigenes Leben, sondern das Leben des Part­ners. Sie zahlt die Beiträge für die Versicherung und ist beim Tod des Mannes bezugs­berechtigt. Wichtig ist, dass die Frau die Beiträge wirk­lich selber zahlt, sie also nicht vom Gemein­schafts­konto fließen. So ist im Versicherungs­fall die Versicherungs­summe von der Erbschaft­steuer befreit.

Variante 2: Verbundene Risiko­lebens­versicherung

Statt dem Abschluss von zwei separaten Lebens­versicherungen kann eine verbundene Risiko­lebens­versicherung gewählt werden. Dabei sichern sich Partner gegen­seitig ab. Die Versicherungs­summe wird nur einmal beim Tod des zuerst sterbenden Versicherten fällig. Sterben beide Versicherungs­nehmer gleich­zeitig, erhalten die Hinterbliebenen die Versicherungs­summe nur einmalig ausgezahlt. Ein solcher Vertrag ist allerdings nur sinn­voll, wenn für beide Versicherte gleich hohe Todes­fall­leistungen wichtig sind und nach dem Tod des einen Versicherten für den anderen kein weiterer Versicherungs­schutz mehr benötigt wird – zum Beispiel bei (Ehe-)Paaren ohne Kinder, Geschäfts­part­nern oder bei der Absicherung eines gemein­samen Darlehens. Zu beachten ist auch, dass es bei einer Trennung der Partner schwierig werden kann. Der eine Partner kann nicht durch einen neuen Partner ersetzt werden. Außerdem sollten Sie immer auch zwei separate Angebote für eine klassische Risiko­lebens­versicherung einholen, da es sich in unserer Unter­suchung gezeigt hat, dass es auch günstig sein kann, zwei separate Verträge abzu­schließen.

Variante 3: Fallende Risiko­lebens­versicherung

Eine Risiko­lebens­versicherung mit fallender Versicherungs­summe wird meist zur Sicherung von Darlehen abge­schlossen. Dabei fällt die Versicherungs­summe im Lauf der Zeit linear oder gemäß einem Tilgungs­plan. Der Tarifbeitrag bleibt konstant. Bei unserer Auswertung wird ein monatlicher Anpassungs­rhythmus angenommen. Die Versicherungs­summe fällt linear. Die Rang­folge der genannten Versicherungen erfolgt nach dem Barwert (nicht ausgewiesen). Für die Barwert­berechnung wurden die über die Vertrags­lauf­zeit zu zahlenden Beiträge mit 2 Prozent p.a. auf das erste Vertrags­jahr abge­zinst und dann addiert. Der Barwert wird heran­gezogen, um die unterschiedlichen Angebote unter­einander vergleichen zu können. Je nied­riger der Barwert eines Tarifes, desto güns­tiger ist das Angebot.

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