Wenn der Hauptverdiener stirbt, bleibt den Angehörigen trotz Witwen- oder Waisenrente meist nicht genug, um den Lebensstandard zu sichern. Eine Risikolebensversicherung hilft. Sie sichert die Hinterbliebenen finanziell ab. Der Schutz muss nicht teuer sein. Ein 30-jähriger Nichtraucher zahlt bei einer Versicherungssumme von 150 000 Euro und einer Laufzeit von 30 Jahren beim günstigsten Anbieter nur 174 Euro im Jahr. Teurer wird die Absicherung allerdings für Raucher. Finanztest hat Angebote von 61 Gesellschaften untersucht und sagt, wo es günstigen Schutz gibt.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Risikolebensversicherung

Versicherungssumme nach Wahl

Der Kunde kann die Versicherungssumme für eine Risikolebens-Versicherung nach Bedarf wählen. Sie wird nach seinem Tod an die Hinterbliebenen ausgezahlt – aber nur dann. Stirbt der Versicherte während der Vertragslaufzeit nicht, behält die Gesellschaft die eingezahlten Beiträge. Anders bei der Kapitallebensversicherung: Ein Teil der Beiträge wird angelegt und am Ende der Laufzeit samt Überschussbeteiligung ausgezahlt. Trotzdem ist die Risikolebensversicherung meist die richtige Wahl. Bei Kapitallebensversicherungsverträgen sind die Beiträge sehr viel höher. Wer sich etwa wegen Arbeitslosigkeit die Prämien nicht mehr leisten kann, verliert auch den Todesfallschutz für die Angehörigen. Auch rein finanziell ist es oft günstiger, Absicherung und Vorsorge zu trennen. Die Kombination aus separaten Geldanlageverträgen wie etwa einem Fondssparplan mit einer Risikolebensversicherung ist oft günstiger als ein Kapitallebensversicherungsvertrag.

Zeitig abschließen

Die Absicherung für die Angehörigen ist bei den besten Angeboten im Vergleich gar nicht teuer. Bei einer Versicherungssumme von 150 000 Euro zahlt ein 30-jähriger Nichtraucher bei acht Gesellschaften weniger als 200 Euro im Jahr. Nichtraucherinnen bekommen den Schutz bei den beiden günstigsten Anbietern sogar schon für 116 Euro. Für Frauen sind die Beiträge generell niedriger als für Männer. Grund: Sie haben eine höhere Lebenserwartung. Das Risiko, dass sie in der Vertragslaufzeit sterben, ist geringer.

Extra-Beitrag für Extra-Risiken

Der Lebensversicherungsschutz kostet bei besonderen Risiken extra. Raucher etwa müssen bei einer Reihe von Anbietern viel mehr zahlen. Bei 30-jährigen Männern kostet er bei Anbietern mit Nichtrauchertarifen im Angebot etwa das Doppelte. Bei Frauen liegt der Aufschlag bei etwas weniger als 100 Prozent. Nicht nur für Raucher ist die Risikolebens-Versicherung teurer. Bei einigen Versicherern müssen Kunden auch für andere Risiken Zuschläge zahlen. Das gilt etwa für Menschen mit Berufen wie Dachdecker oder bei bestimmten Hobbys wie Tauchen oder Motorradfahren. Auch Übergewicht kann den Versicherungsschutz teurer machen. Die Risikozuschläge können je nach Gesellschaft sehr unterschiedlich ausfallen. Wer keine Police ohne Aufschlag bekommt, sollte sich an weitere Versicherungen wenden und das günstigste Angebot auswählen.

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