Risiko­lebens­versicherung Special

Eine Risiko­lebens­versicherung ist für junge Familien fast ein Muss. Mit der Finanz­analyse der Stiftung Warentest finden Sie ein güns­tiges Angebot.

Das Risiko eines frühen Todes ist größer, als manch einer denkt: Im Jahr 2010 waren etwa 16 Prozent aller Verstorbenen noch keine 65 Jahre alt. Grund genug, die Familie mit einer Risiko­lebens­versicherung für den Ernst­fall abzu­sichern. Den Hinterbliebenen bleiben so wenigs­tens finanzielle Sorgen erspart.

Risiko­lebens­versicherung Special

Eine Risiko­lebens­versicherung ist ein reiner Todes­fall­schutz, kein Spar­vertrag. Nach dem Tod der versicherten Person zahlt der Versicherer an die im Vertrag genannten Hinterbliebenen die vereinbarte Versicherungs­summe aus. Bleibt der Kunde inner­halb der Lauf­zeit des Vertrags am Leben, gibt es kein Geld.

Die Police ist vor allem für Mütter und Väter wichtig. Stirbt der Versicherte durch Krankheit oder Unfall, können der Witwer, die Witwe oder die Kinder wenigs­tens ihren Lebens­unterhalt weiter bestreiten.

Unver­zicht­bar ist der Schutz auch, wenn Hinterbliebene kaum Renten­ansprüche haben. Unver­heiratete Partner bekommen zum Beispiel keine Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Rentenkasse.

Sehr große Preis­unterschiede

Ist der Interes­sent für eine Risiko­lebens­versicherung jung und gesund, raucht er nicht und hat er kein gefähr­liches Hobby, kostet der Schutz vergleichs­weise wenig.

Beispiel: Ein 27-jähriger Nicht­raucher zum Beispiel zahlt für eine Versicherungs­summe von 150 000 Euro bei einem güns­tigen Anbieter pro Jahr nur rund 180 Euro (wenn der Vertrag bis zu einem Alter von 65 Jahren läuft). Bei einem sehr teuren Versicherer kann die gleiche Police jedoch auch mehr als 600 Euro kosten.

Es lohnt sich also, vor dem Abschluss Angebote zu vergleichen. Die Finanz­analyse der Stiftung Warentest für 15 Euro über­nimmt das (zur Analyse Risikolebensversicherung).

Männer und Raucher zahlen mehr

Kunden, die bei Vertrags­schluss bereits älter sind als in unserem Beispiel, zahlen mehr. Auch längere Lauf­zeiten werden teurer. Frauen können sich wegen ihrer längeren Lebens­erwartung derzeit noch güns­tiger versichern als Männer. Erst ab dem 21. Dezember 2012 sind gleiche Preise für Frauen und Männer vorgeschrieben.

Bei Rauchern und Nicht­rauchern sind Preis­unterschiede aber weiterhin erlaubt. Raucher zahlen mehr. Auch Überge­wicht oder erhöhte Blut­fett­werte sind für Anbieter ein höheres Risiko. Das lassen sie sich mit höheren Beiträgen bezahlen.

Bei sehr hohen Versicherungs­summen verlangen die Versicherer vor Vertrags­abschluss häufig sogar ein ärzt­liches Gutachten vom Antrag­steller. Sie entscheiden erst danach, ob sie einen Kunden annehmen und wie viel er zahlen muss.

Versicherungs­summe richtig wählen

Die Versicherungs­summe wählt jeder Kunde nach Bedarf. Mit 150 000 Euro hätte die Familie eines Versicherten nach seinem Tod zum Beispiel 20 Jahre lang knapp 830 Euro monatlich zur Verfügung, wenn sie die Summe zu 3 Prozent Zinsen anlegte.

Üblicher­weise bleibt die Versicherungs­summe über die Vertrags­lauf­zeit hinweg gleich hoch. Für Familien ist das gut, obwohl Kinder über die Jahre ihren Unter­halts­kosten entwachsen. Doch da die Preise steigen, sinkt der finanzielle Bedarf nicht wirk­lich. Die Absicherung einer Haus­finanzierung verträgt sich dagegen gut mit einer sogenannten fallenden Versicherungs­summe. Das ist etwas preisgüns­tiger.

Ehepaare müssen auch entscheiden, ob sie eine verbundene Versicherung abschließen möchten. Die Versicherung zahlt dann, wenn einer der Partner stirbt. Sinn­voll ist das beispiels­weise auch in kleinen Betrieben. Die Partner können damit verhindern, dass die Firma durch den Tod von einem von ihnen in Schwierig­keiten gerät.

Tipp: Die Lauf­zeit sollte ein Kunde danach ausrichten, wie lange seine Hinterbliebenen den Schutz benötigen, beispiels­weise so lange die Kinder für ihr Studium Unterstüt­zung brauchen.

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