Wer Hinterbliebene finanziell absichern möchte, sollte auf ausreichend hohe Deckungssummen achten.

Kaum ein Volk ist so teuer versichert wie wir. Doch trotz der vielen Policen, die der Durchschnittshaushalt bezahlt, klaffen Lücken: Die Deckungssummen der einzelnen Versicherungen sind oft viel zu niedrig. Das gilt vor allem für Risikole­bensverträge. Vielfach werden nur einige zigtausend Euro versichert – das geht in den meisten Fällen weit am tatsächlichen Bedarf vorbei.

Beispiel: Ein 30-jähriger Vater, Alleinverdiener, möchte seine Familie absichern. Wenn er stirbt, soll seine Frau 900 Euro monatlich zur Verfügung haben. Würde sie das Geld von der Versicherung zu vier Prozent verzinslich anlegen und das Ka­pital in 20 Jahren verbrauchen, wären 150 000 Euro Versicherungssumme nötig.

Viel Geld, aber dennoch ist ein solcher Vertrag bezahlbar. Bei 25 Jahren Laufzeit – also die Zeit, in der Beiträge zu zahlen sind und in der bei Tod die Versicherungssumme geleistet würde – ist dieser Schutz bei einem günstigen Versicherer schon ab etwa 150 Euro pro Jahr zu haben, wenn der Kunde Nichtraucher ist. Für Raucher liegen die niedrigsten Tarife bei etwa 250 Euro jährlich. Doch teure Gesellschaften nehmen auch das Doppelte. Deshalb unser Computerservice: Wir suchen günstige Angebote für Ihren individuellen Versicherungsbedarf heraus.

Wie viel der Vertrag kostet, hängt vor allem von Geschlecht, Alter, Laufzeit, Gesundheitszustand und persönlichen Risiken ab wie Beruf oder Freizeitaktivitäten: Frauen zahlen wegen ihrer höheren Lebenserwartung weniger als Männer, junge Kunden weniger als ältere, Nichtraucher weniger als Raucher.

Als Nichtraucher gilt, wer in den letzten zwölf Monaten vor Vertragsab­schluss überhaupt nicht geraucht hat. Im Zweifel kann die Gesellschaft eine ärztliche Bescheinigung verlangen, dass er nikotinfrei lebt. Dafür muss sich der Versicherte einem Urintest unterziehen. Wer bei Vertragsabschluss noch nicht geraucht hat, dann aber damit anfängt, muss dies dem Versicherer melden und wird dann in den Rauchertarif eingestuft. Auch wer nur gelegentlich raucht, kann keinen Nichtrauchertarif nutzen.

Für Kunden mit riskanten Berufen wird der Vertrag ebenfalls teurer, zum Beispiel für Dachdecker, Feuerwehrleute oder Polizisten. Ähnlich sieht es bei riskanten Freizeitbeschäftigungen aus wie Tauchen, Motorradfahren oder Drachenfliegen. Auch Übergewicht kostet bei einigen Gesellschaften Aufschlag.

Dennoch sollten im Antrag Fragen nach der Gesundheit wahrheitsgemäß beantwortet werden. Das gilt auch für länger zurückliegende und ausgeheilte Krankheiten. Ansonsten muss die Versicherung bei Tod nicht zahlen.

Es genügt meist, den Vertrag bis zum 50. oder 55. Lebensjahr abzuschließen. Dann sind die Kinder aus dem Gröbsten heraus, ist das Haus größenteils abbezahlt oder sogar Vermögen aufgebaut.

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