Ein Versicherer hat keinen Anspruch auf Auskünfte eines Arztes, wenn dessen inzwischen verstorbener Patient ihn nicht von der Schwei­gepflicht entbunden hat. Diese ärzt­liche Pflicht gelte auch über den Tod hinaus, so das Ober­landes­gericht Karls­ruhe (Az. 12 W 37/14). Der Versicherer wollte das Geld aus einer Risiko­lebens­versicherung nicht an die Hinterbliebenen zahlen, weil der Versicherte die Gesund­heits­fragen nicht korrekt beant­wortet habe. Dazu sollte der Arzt vor Gericht aussagen. Doch er lehnte ab und der Versicherer scheiterte vor Gericht.

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