Risikolebens-Versicherung Test

Wenn der Hauptverdiener stirbt, bleibt den Angehörigen trotz Witwen- oder Waisenrente meist nicht genug, um den Lebensstandard zu sichern. Eine Risikolebensversicherung hilft. Sie sichert die Hinterbliebenen finanziell ab. Der Schutz muss nicht teuer sein. Ein 30-jähriger Nichtraucher zahlt bei einer Versicherungssumme von 150 000 Euro beim günstigsten Anbieter nur 143 Euro im Jahr. Teurer wird die Absicherung allerdings für Raucher. Finanztest hat Angebote von 65 Gesellschaften getestet und sagt, wo es günstigen Schutz gibt.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Risikolebensversicherung

Individuelle Versicherungssumme

Der Kunde kann die Versicherungssumme für eine Risikolebens-Versicherung individuell nach Bedarf festlegen. Sie wird nach seinem Tod an die Hinterbliebenen ausgezahlt - aber nur dann. Stirbt der Versicherte während der Vertragslaufzeit nicht, behält die Gesellschaft die eingezahlten Beiträge. Diese werden nicht - wie etwa bei der Kapitallebensversicherung - angelegt.

Zeitig abschließen

Die Absicherung muss nicht teuer sein. Bei einer Versicherungssumme von 150 000 Euro zahlt ein 30-jähriger Nichtraucher bei mehreren Gesellschaften weniger als 150 Euro im Jahr. Für Frauen sind die Beiträge generell niedriger als für Männer, da sie eine höhere Lebenserwartung haben. Die Beiträge sind zudem niedriger, je eher Kunden den Vertrag abschließen. So zahlt bereits ein 45-jähriger Nichtraucher für denselben Schutz etwa 100 Euro mehr im Jahr.

Günstig für Nichtraucher

Nichtraucher profitieren ebenfalls. Sie können sich günstiger versichern als Raucher. Bei 21 der getesteten Gesellschaften gibts sogar erhebliche Rabatte. Als Nichtraucher gilt, wer in den vergangenen zwölf beziehungsweise 24 Monaten vor Vertragsabschluss nicht geraucht hat. Allerdings: Wer raucht und trotzdem einen Nichtrauchertarif wählt, riskiert den Versicherungsschutz. Stirbt der Versicherte an einer Krankheit, die auf das Rauchen zurückgeführt wird, zahlt der Versicherer den Hinterbliebenen höchstens eine Versicherungssumme aus, mit der Raucher sich zu den eingezahlten Beiträgen hätten versichern können. Einige Gesellschaften verweigern die Zahlung sogar völlig. Wer nach Vertragsabschluss wieder mit dem Rauchen anfängt, muss dies dem Versicherer mitteilen. Meist wird der Kunde dann in den Tarif für Raucher umgestuft.

Manchmal auch Risikozuschläge

Nicht nur für Raucher ist die Risikolebens-Versicherung teurer. Bei einigen Versicherern müssen Kunden auch für andere Risiken Zuschläge zahlen. Das gilt etwa bei Berufen wie Dachdecker oder bei bestimmten Hobbys wie Tauchen oder Motorradfahren. Auch Übergewicht kann den Versicherungsschutz teurer machen.

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