Risikolebens-Versicherung Test

Die Risikolebensversicherung zahlt an die Hinterbliebenen, wenn der Versicherte stirbt. Wichtig ist die Police vor allem für Familien: Wenn der Hauptverdiener stirbt, sorgt die Police dafür, das Partner und Kinder wenigstens finanziell abgesichert sind. Bei den Leistungen unterscheiden sich die Anbieter kaum. Die Preisunterschiede allerdings sind gewaltig. Beispiel: Schutz für Nichtraucher, der bei der Asstel für 84 Euro zu haben ist, kostet bei der BBV 173 Euro. Raucher zahlen dort sogar 312 Euro. Finanztest hat jeweils 78 Angebote für 30- und 48-jährige Frauen und Männer verglichen.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Risikolebensversicherung

Risiko und Vorsorge

Versicherungsvertreter versuchen ihre Kunden oft von einer Kapitallebensversicherung zu überzeugen. Argument: Die Beiträge für die Risikolebensversicherung sind verloren, wenn der Versicherte nicht tatsächlich während der Vertragslaufzeit stirbt. Anders die Kapitallebensversicherung: Sie zahlt am Ende der Laufzeit einen je nach Versicherungssumme unterschiedlich dicken Batzen Geld an den Versicherten aus, wenn er noch lebt. Doch das hat seinen Preis: Die Beiträge sind um ein Mehrfaches höher als bei der Risikolebensversicherung. Außerdem ist die Rendite der Geldanlage per Versicherung oft ziemlich bescheiden. Finanztest empfiehlt, die Absicherung der Hinterbliebenen und die Altersvorsorge für den Versicherten zu trennen. Für die Sicherheit der Angehörigen ist eine einfache Risikolebensversicherung richtig. Für die Vorsorge sollten Sie eine Geldanlage mit Chance auf gute Rendite bei vertretbarer Sicherheit wählen.

Passender Schutz für Sie

Wichtig ist bei der Risikolebensversicherung vor allem die Wahl der richtigen Versicherungssumme und der richtigen Laufzeit. Die Auszahlung im Todesfall sollte hoch genug sein, um den Lebensstandard der Hinterbliebenen auf Dauer zu sichern. Eltern mit kleinen Kindern brauchen daher eine höhere Versicherungssumme als Paare mit erwachsenen Kindern, die für sich selbst sorgen können. Bei Eltern sollte die Versicherungssumme ausreichen, um die Kinder bis zum Ende der Ausbildung zu versorgen. Bei einigen Versicherungen gibt es die Möglichkeit, unter anderem bei Heirat, Geburt von Kindern oder einem Immobilienkauf die Versicherungssumme nachträglich ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.

Sicherheit für Unternehmen

Eine so genannte „Versicherung auf verbundene Leben“ macht etwa für Geschäftspartner Sinn, die die Existenz des gemeinsamen Unternehmens beim Tod eines Teilhabers absichern wollen. Die Versicherungssumme wird bei einer solchen Police an den jeweils überlebenden Partner ausgezahlt. Der wechselseitige Schutz ist rund 10 Prozent günstiger als zwei einzelne Policen. Wichtig ist die Lebensversicherung auch für Familien, die in ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung gezogen sind. Wenn nach dem Tod von Vater oder Mutter ein Einkommen wegfällt und die Kreditraten nicht mehr gezahlt werden können, droht ohne das Geld von der Versicherung die Zwangsversteigerung.

Günstiger Schutz für Nichtraucherinnen

Frauen leben statistisch gesehen länger als Männer und Nichtraucher werden älter als Raucher. Das hat für die Versicherung Folgen: Am günstigsten ist der Schutz für Nichtraucherinnen. Bei ihnen ist der Tod während der Vertragslaufzeit am wenigsten wahrscheinlich. Bei der Mamax als billigstem Anbieter bekommt eine 30-jährige Nichtraucherin eine Risikolebensversicherung über 100.000 Euro für einen Jahresbeitrag von 58 Euro. Den höchsten Beitrag zahlen rauchende Männer. Das günstigste Angebot für einen 30-Jährigen kommt von der Hannoverschen Leben. Preis: 112 Euro.

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