Um die eigene Familie finanziell abzusichern, ist eine Risikolebensversicherung oft die günstigste Variante. Sie zahlt an die Hinterbliebenen, wenn der Hauptverdiener stirbt. Und der Schutz muss nicht teuer sein. Ein 30-jähriger Nichtraucher zahlt bei einer Versicherungssumme von 150 000 Euro und einer Laufzeit von 25 Jahren beim günstigsten Anbieter gerade mal 143 Euro im Jahr. Allerdings: Mit zunehmendem Alter wird der Schutz teurer. Auch Raucher zahlen mehr. Finanztest hat Tarife für die Risikolebensversicherung getestet, sagt, wo es günstigen Schutz gibt und worauf Versicherte vor Vertragsabschluss achten sollten.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Risikolebensversicherung

Versicherungssumme wichtig

Wichtig ist eine Risikolebensversicherung insbesondere, um Kinder finanziell abzusichern, falls Mutter oder Vater sterben. Die Absicherung ist auch dann sinnvoll, wenn Haus oder Wohnung noch nicht abbezahlt sind, oder die Hinterbliebenen kaum oder nur geringe Rentenansprüche haben. Der Kunde kann seine Versicherungssumme je nach Bedarf festlegen. Sie sollte immer so hoch sein, dass die Hinterbliebenen ausreichend abgesichert sind. Wichtig ist auch die Laufzeit: Der Vertrag sollte immer so lange laufen, wie die Hinterbliebenen der Schutz auch benötigen.

Günstig für Jüngere

Je jünger Versicherte bei Vertragsabschluss sind, desto weniger kostet der Schutz. Ein 30 Jahre alter Nichtraucher zahlt bei mehreren Gesellschaften nicht mehr als 150 Euro im Jahr. Ist der Versicherte bei Vertragsabschluss dagegen schon 55 Jahre alt, muss er für den gleichen Schutz 605 Euro im Jahr ausgeben. Für Frauen sind die Beiträge aufgrund der höheren Lebenserwartung generell niedriger als für Männer.

Teurer für Raucher

Nicht nur ältere Kunden zahlen bei Vertragsabschluss mehr. Auch Raucher bekommen den Schutz nur für höhere Jahresbeiträge. Günstige Tarife für einen 30-jährigen Raucher sind fast 100 Euro teurer als die günstigsten vergleichbaren Nichtraucher-Angebote. Trotzdem sollte kein Raucher schummeln: Wer sich im Antrag als Nichtraucher deklariert, riskiert den Versicherungsschutz. Stirbt der Versicherte an einer Krankheit, die auf das Rauchen zurückzuführen ist, zahlt der Versicherer den Hinterbliebenen höchstens die gleiche Versicherungssumme aus, mit der sich ein Raucher für den gleichen Beitrag hätte versichern können. Einige Gesellschaften verweigern den Schutz aber auch ganz. Als Nichtraucher gilt für die Versicherung nur, wer in den vergangenen zwölf Monaten vor Vertragsabschluss überhaupt nicht geraucht hat.

Risikozuschläge möglich

Viele Gesellschaften erheben so genannte Risikozuschläge, die den Versicherungsschutz ebenfalls teurer machen. Das gilt etwa bei Berufen wie Dachdecker oder Polizist. Aber auch Hobbys wie Tauchen oder Motorradfahren können den Schutz teurer machen. Kunden mit Übergewicht oder erhöhten Blutfettwerten zahlen ebenfalls meist einen höheren Beitrag.

Nicht kündigen

Wer seinen Versicherungsvertrag vor Ablauf kündigt, verliert den Versicherungsschutz und erhält von seinen Beiträgen nicht oder nur sehr wenig zurück. So zahlen fast alle Direktversicherer gar keinen Rückkaufswert. Besser ist es daher, den Vertrag nicht zu kündigen, sondern beitragsfrei zu stellen. Der Hinterbliebenenschutz bleibt dann - wenn auch sehr stark eingeschränkt - weiter bestehen.

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