Riester-Zulagen Meldung

Eine fette Zulage von mehr als 100 Euro im Jahr ist für jeden Riester-Sparer drin.

Schade um das Sahnhehäubchen: Riester-Sparer verschenken ihre Zulagen, wenn sie den Antrag nicht zurückschicken.

Chance. Die Riester-Rente lohnt sich – wegen der staatlichen Förderung. Ohne kommt nicht sehr viel heraus, jedenfalls nicht mehr als mit einer rein privaten Geldanlage.

Verspätung. Das Sahnehäubchen holen sich bisher viele Sparer nicht ab, heißt es bei der Deutschen Rentenversicherung. Für mehr als 12,5 Millionen Riester-Verträge gebe es nur 6,5 Millionen Zulagenanträge. Da Sparer zwei Jahre Zeit für ihren Antrag hätten, könne man daraus aber noch nicht ablesen, dass die Hälfte der Riester-Sparer auf ihre Zulagen verzichte.

Frist. Bis zum 31. Dezember 2009 können noch Zulagenanträge für 2007 abgegeben werden. Danach wird für dieses Jahr nichts mehr nachgezahlt.

Zulage. Die Grundzulage pro Sparer beträgt für 2007 bis zu 114 Euro im Jahr (Kinderzulage 138 Euro), ab 2008 bis zu 154 Euro (Kinderzulage 185 Euro). Für ab 2008 geborene Kinder zahlt der Staat bis zu 300 Euro Zulage.

Antrag. Den Zulagenantrag gibt es beim Anbieter des Riester-Vertrags. Einmal ausgefüllt, gilt er dauerhaft. Änderungen sind nur nötig, wenn ein Kind dazukommt oder die Eltern kein Kindergeld mehr erhalten.

Verträge. Bis Jahresmitte 2009 gab es nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums 12,64 Millionen Riester-Verträge. Rund 9,5 Millionen waren Riester-Rentenversicherungen, davon mehr als ein Drittel Fondspolicen. Zudem zählte das Ministerium knapp 2,5 Millionen Fondssparpläne und knapp 590 000 Riester-Banksparpläne. In Schwung kommt langsam auch die neue Wohn-Riester-Förderung. Bis Ende September haben die Bausparkassen knapp 207 000 Verträge abgeschlossen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 665 Nutzer finden das hilfreich.