Fondsgebundene Rentenversicherungen

Die Idee: Die Sicherheit einer Rentenversicherung soll mit den Renditechancen einer Aktienanlage verknüpft werden. Der Löwenanteil der Sparraten fließt nicht in Fonds, sondern wird in das mit mindestens 3,25 Prozent verzinste Deckungskapital gesteckt. Damit wird die Beitragsgarantie sichergestellt. Nach Abzug der Kosten bleiben nur geringe Beträge sowie die erwirtschafteten Überschüsse für das Investment in Aktienfonds übrig. Da die Mindestverzinsung für Neuverträge ab 1. Januar 2004 von 3,25 auf 2,75 Prozent gesenkt wird, bleibt für die Investition in Fonds künftig noch weniger übrig.

Die Angebote: Die 13 von Finanztest untersuchten Angebote (siehe Tabelle „Die Riester-Produkte...“) sind in ihrer Konzeption vergleichbar, unterscheiden sich allerdings sehr in den zur Auswahl stehenden Fonds und den Kosten (Tabelle „Einige Rentenversicherer ...“). Für Sparer sind Produkte interessant, die eine Zusammenstellung eines individuellen Fondsdepots aus mehreren Aktienfonds erlauben und die niedrige Kosten haben. Die Kosten können sich bei Rentenversicherungen nachträglich nicht mehr erhöhen.

Finanztest-Urteil: Fondsgebundene Rentenversicherungen sind für renditehungrige Sparer nur eingeschränkt geeignet, weil nur wenig Geld in Fonds fließt. Positiv ist, dass einige Anbieter, allen voran CosmosDirekt, dem Anleger viel Spielraum bei der Fondsauswahl lassen. Anleger sollten ihr Geld auf mehrere von Finanztest positiv eingestufte Aktienfonds verteilen.

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