So kassieren Sie die Riester-Förderung

Die Zulagen und Steuervorteile, aus denen die Förderung besteht, gelangen nicht von selbst zu den Riester-Sparern. Sie müssen sich beides holen.

Zulagen. Die staatlichen Zulagen beantragt der Anbieter für den Kunden bei der Zentralen Zulagenstelle. Der Kunde muss nur den Antrag ausfüllen, den ihm der Anbieter schickt, und ihn an diesen zurücksenden.

Für 2007 kann jeder Sparer bis zu 114 Euro Zulage erhalten, ab 2008 bis zu 154 Euro. Pro kindergeldberechtigtem Kind gibt es für den Vater oder die Mutter zudem eine Kinderzulage von bis zu 138 Euro, ab 2008 bis zu 185 Euro jährlich. Für Kinder, die ab 2008 zur Welt kommen, gibt es bis zu 300 Euro im Jahr.

Sparer sollten den nötigen Mindesteigenbeitrag für die volle Zulage einzahlen, weil sie sonst nur einen Teil davon erhalten. Der Beitrag ergibt sich aus dem Vorjahresbruttoeinkommen. Für 2007 müssen mindestens 3 Prozent davon in den Riester-Vertrag fließen, ab 2008 immer mindestens 4 Prozent. Der Sparer kann die ihm zustehenden Zulagen von dem Betrag abziehen, den Rest muss er selbst zahlen.

Steuervorteile. Die Einzahlung und die Zulagen kann jeder von der Steuer absetzen: bis zu 1 575 Euro für das Jahr 2007, bis zu 2  100 Euro ab 2008.

Sparer müssen ihrer Steuererklärung eine Bestätigung ihres Anbieters über ihren selbstgezahlten Beitrag beilegen. Die ­Zulagen werden vom Steuervorteil abgezogen. Oft erhöhen Sparer ihren Steuervorteil, wenn sie mehr als den Mindesteigenbeitrag einzahlen.

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