Riester-Förderung: Wie der Staat Riester-Sparer unterstützt

Der Staat fördert die Riester-Rente mit Zulagen und Steuervorteilen.

Zulagen

Die Zulagen beantragt der Anbieter – bei einer Riester-Rentenversicherung also die Versicherungsgesellschaft – für den Kunden bei der Zentralen Zulagenstelle. Dafür muss der Kunde den Antrag ausfüllen und an den Versicherer zurückschicken.

Ab 2008 kann jeder Sparer bis zu 154 Euro Grundzulage im Jahr erhalten. Junge Leute unter 25 Jahren bekommen im Jahr des Vertragsschlusses zusätzlich einmalig 200 Euro hinzu.

Pro kindergeldberechtigtem Kind, das bis Ende 2007 geboren wurde, gibt es für den Vater oder die Mutter zudem eine Kinderzulage von bis zu 185 Euro jährlich. Für Kinder, die ab 2008 zur Welt gekommen sind, beträgt die Kinderzulage bis zu 300 Euro im Jahr.

Um die vollen Zulagen zu bekommen, muss der Riester-Sparer seinen Mindestsparbeitrag in einen Riester-Vertrag einzahlen, dies sind 4 Prozent vom Bruttoeinkommen des Vorjahres. Die Zulagen zählen hierbei mit. Beispiel: Ein alleinstehender Sparer mit einem Vorjahresbruttoeinkommen von 30 000 Euro muss von den 1 200 Euro (4 Prozent von 30 000) 1 046 Euro selbst zahlen, hinzu kommen 154 Euro Zulage. Spart der Kunde weniger, verringert sich die Zulage.

Fließt beispielsweise nur die Hälfte des für die volle Förderung notwendigen Beitrags in den Riester-Vertrag, gibt es auch nur die Hälfte der vollen Zulage. Spart unser Modellkunde also nur 600 Euro (2 Prozent von 30 000 Euro), beträgt die Zulage 77 Euro. 523 Euro des Sparbeitrags muss der Kunde dann aus eigener Tasche zahlen.

Steuervorteile

Die eigene Einzahlung und die Zulagen kann jeder von der Steuer absetzen: bis zu 2 100 Euro ab dem Jahr 2008, in den Jahren zuvor war es weniger. Sparer müssen ihrer Steuererklärung eine Bestätigung ihres Anbieters über ihren selbstgezahlten Beitrag beilegen.

Das Finanzamt zieht die selbstgezahlten Beiträge und Zulagen bis zur Höhe von 2 100 Euro als Vorsorgeaufwendungen ab. Ist die Steuerersparnis ­höher als die Zulagen, sinkt das zu ­versteuernde Einkommen im Steuerbescheid für 2008 um bis zu 2 100 ­Euro. Im Gegenzug verrechnet das ­Finanzamt die Zulagen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1281 Nutzer finden das hilfreich.