Metall­rente, Presse­versorgung, VBL: Riestern im Betrieb lohnt sich oft nicht

Pensions­kasse, Pensions­fonds, Direkt­versicherung – für diese drei Formen der betrieblichen Alters­vorsorge können Arbeitnehmer die Riester-Förderung nutzen.

Doch nur ganze 5 200 Riester-Sparer zahlten so im Jahr 2010 in einen Pensions­fonds ein, teilt die Zentrale Zulagen­stelle für Alters­vermögen (ZfA) mit. Immerhin knapp 143 000 sparten mit Riester-Förderung bei einer Pensions­kasse. Für die Direkt­versicherungs­verträge gibt es keine Zahlen.

Zwei Vorteile hat die betriebliche Form der Vorsorge: In größeren Unternehmen, in denen die betriebliche Zusatz­vorsorge kollektiv organisiert wird, senken Gruppen­rabatte die Kosten. Dies bringt den Arbeitnehmern eine höhere Rente.

Doch es gibt einen großen Nachteil: Gesetzlich Kranken­versicherte zahlen für ihre über den Betrieb gesparte Riester-Rente Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge. Rund 17 Prozent der Auszahlung gehen auf diese Weise flöten.

Wir haben für unseren Modell­kunden drei Angebote bei Versorgungs­werken einge­holt: Metall­rente, Presse­versorgungs­werk und Versorgungs­werk des Bundes und der Länder (VBL). Das Presse­versorgungs­werk wollte uns seinen Tarif nicht nennen; deshalb haben wir ihn mit einem anonymen Tester erhoben. Metall­rente und VBL legten uns ihre Tarife offen.

Zu unserer Über­raschung bietet die Metall­rente ihre Tarife aber nicht als betriebliche Alters­vorsorge an, sondern in Form eines privaten Vertrags über ein Versicherer­konsortium unter Führung der Allianz. Nach Angaben des Versorgungs­werks fallen auf die Rente „nach derzeitiger Rechts­lage“ keine Kranken­versicherungs­beiträge an.

Für einen Einzel­vertrag sagt die Metall­rente eine Rente von 153 Euro zu. Auch das Presse­versorgungs­werk bietet einen Riester-Vertrag an und macht unserem Modell­kunden eine Renten­zusage von 152 Euro. Bei der VBL bekommt er eine Rente von 159 Euro (ohne Über­schüsse), davon gehen bei gesetzlich Kranken­versicherten noch Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge ab.

Fazit: Ein Vergleich der Angebote der Versorgungs­werke zeigt: Es gibt im Test private Tarife mit höheren Renten.

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