Riester-Rentenversicherung Test

Unter den Riester-Produkten sind Rentenversicherungen der Verkaufsschlager. Nicht immer zu recht: Denn mit diesen Riester-Verträgen sind Sparer weniger flexibel als bei Bank- oder Fondssparplänen. Wer trotzdem eine Riester-Rentenversicherung abschließen möchte, sollte sich beeilen: Um die staatliche Förderung mitzunehmen, müssen Sparer noch in diesem Jahr einen Vertrag abschließen und den erforderlichen Mindestbeitrag einzahlen. Finanztest nennt günstige Riester-Rentenversicherungen und sagt, worauf Sparer achten sollten, damit sich die Anlage rentiert.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Riester-Rentenversicherung

Gleiche Förderung

Für alle angebotenen Riester-Produkte gibt es die gleiche Förderung. Egal ob Sparer Rentenversicherung, Bank- beziehungsweise Fondssparplan oder die betriebliche Altersvorsorge gewählt haben, sie erhalten in diesem Jahr bis zu 114 Euro vom Staat. Dafür müssen Riester-Sparer den Mindestbeitrag von drei Prozent ihres Vorjahres- Bruttoeinkommens auf das Riester-Konto einzahlen. Wer weniger anlegt, erhält die Förderung nur anteilig. Das gilt auch für die Kinderzulage: Für jedes Kind, für das Sparer Kindergeld erhalten, gibt es maximal 138 Euro dazu. Eltern erhalten aber nur eine Zulage pro Kind.

Wenig flexibel

Wer sich für eine Riester-Rentenversicherung entscheidet, ist weniger flexibel als bei Bank- oder Fondssparplänen. Gründe: Die feste Garantiezusage der Versicherer über die spätere Rente und für Sparer ein oft ungünstiges Kostenkorsett. So werden Änderungen des Vertrags für Kunden meist teurer. Das gilt etwa, wenn Versicherte den Anbieter wechseln oder sie während der Vertragslaufzeit weniger zahlen wollen als ursprünglich vereinbart. Nur Sparer, die den anfangs vereinbarten Beitrag bis zum Ende der Laufzeit durchhalten, riskieren keine Zusatzkosten. Dann haben Anleger entweder genauso viel oder sogar mehr gespart als mit einem Fonds- oder Banksparplan. Bei der klassischen Riester-Rentenversicherung ist Kunden eine garantierte Verzinsung des Sparanteils von 2,75 Prozent sicher (2,25 Prozent für Neuverträge ab 2007). Darüber hinaus profitieren sie von der Überschussbeteiligung. Diese ist bei jedem Lebensversicherer unterschiedlich - je nachdem wie erfolgreich sie am Kapitalmarkt arbeiten.

Gleiche Tarife für Männer und Frauen

Seit 2006 gibt es bei Riester-Produkten keine unterschiedlichen Tarife für Männer und Frauen mehr. Die statistisch längere Lebenserwartung von Frauen darf nicht mehr zu unterschiedlich hohen Renten führen. Daher gibt es bei Riester-Rentenversicherungen nur noch Unisextarife, die für alle gelten. Entsprechend ist auch das Angebot im Testkompass nicht mehr unterteilt in Tarife für Frauen und Männer.

Ohne Fondsvarianten

Oft bieten Versicherer Fondsvarianten für Riester-Rentenversicherungen an. Finanztest empfiehlt diese Produkte nicht und hat sie daher auch nicht untersucht. Grund: Die Garantieleistung beschränkt sich meist auf den Erhalt der Eigenbeiträge plus Zulagen zum Rentenbeginn. Bei solchen Verträgen trägt der Kunde also das Anlagerisiko bis auf die gesetzliche Mindestgarantie selbst. Gleichzeitig hat er aber auch das im Vergleich zu anderen Anlageformen ungünstige Kostenkorsett einer Rentenversicherung zu tragen. Wer auf Fondsprodukte setzen möchte, sollte besser einen Riester-Fondssparplan wählen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1503 Nutzer finden das hilfreich.