Riester-Renten­versicherung Test

Sie ist die klassische Riester-Rente. Die meisten Menschen denken bei Riester-Vertrag an die klassische Renten­versicherung. Sie bietet absolute Sicherheit, lohnt aber nur für Sparer, die bis zum Ende durch­halten und bis zur Rente noch genug Zeit haben. Finanztest erklärt, worauf es bei klassischen Riester-Renten­versicherungen ankommt und sagt, welche Angebote gut sind.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Riester-Rentenversicherung

Sicherheit mit Garantie

Haupt­vorteil klassischer Riester-Renten­versicherungen: Sparer bekommen eine garan­tierte Verzinsung von zurzeit 2,25 Prozent auf den Spar­anteil ihres Beitrags und eine feste Zusage für eine Mindest­rente. Allerdings: Die Kosten sind hoch. Die Anbieter ziehen die Provision für den Vermittler und die sons­tigen Abschluss­kosten vom Geld der Sparer ab, bevor sie es anlegen. Entscheidend ist die garan­tierte Renten­zusage. Je höher sie ist, desto weniger Geld hat der Versicherer für Spesen ausgegeben. Bestes Angebot im Finanztest-Vergleich: Riestermeister von HanseMerkur24. Manko dieses Angebots: Weil die dafür nötigen Daten nicht zu ermitteln waren, konnte Finanztest kein Qualitäts­urteil für das Angebot insgesamt vergeben.

Beteiligung am Über­schuss

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Doch die Garantie allein machts nicht. Ohne zusätzliche Beteiligung am Über­schuss fällt die Rente im Alter ziemlich kümmerlich aus. Erst aus Renten­zusage und Anla­geerfolg gemein­sam ergibt sich Qualität einer Police. Die Unterschiede bei Anla­geerfolg sind groß und summieren sich über die Jahre auf Tausende von Euros. Rechenbei­spiel: Gelingt es dem Versicherer über 27 Jahre hinweg mit 1 000 Euro Spar­anteil im Versicherungs­beitrag eines Kunden stets 4,9 Prozent - wie die Alte Leipziger im Jahr 2008 - stehen am Ende gut 3.600 Euro für die Rentenzahlung zur Verfügung. Bleibt es bei 2,8 Prozent Anla­geerfolg, mit dem sich Kunden der CiV fürs Jahr 2008 zufrieden geben mussten, liegt der Betrag bei etwas über 2 100 Euro und damit über 40 Prozent nied­riger. Allerdings: Das Riesterrenten-Angebot der Civ ist mit nur geringen Kosten belastet, so dass ein größerer Teil des Beitrags auch auch tatsäch­lich verzinst wird als bei vielen anderen Anbietern.

Wechsel mit Verlusten

Kunden, die mit ihrem Riester-Vertrag nicht zufrieden sind, dürfen wechseln. So regelt es das Gesetz. Außerdem können Sparer ihren alten Vertrag beitrags­frei stellen und einen neuen Vertrag abschließen. Aber: Stets werden bei Abschluss eines neuen Riesterrenten­vertrags erneut Abschluss­kosten fällig und reduzieren die Rente. Die Folge: Nur ganz selten ist ein Wechsel sinn­voll. Selbst für mäßige Verträge gilt meist: Bis zum Ende durch­halten ist güns­tiger als auf halber Strecke zu einem guten neuen Vertrag zu wechseln. Hinzu kommt: Nutzen Kunden ihr Wechselrecht, verlangen manche Versicherer zum Abschied noch einmal Geld. Asstel zieht zum Beispiel 100 Euro, Concordia 120 Euro, Hamburg-Mann­heimer, oecocapital und Victoria 125 Euro und neue leben 50 bis 150 Euro ab. Der Testsieger Alte Leipziger macht vor, wie es auch gehen kann: Der Versicherer zieht keine Extra­kosten ab, wenn Kunden zu einem anderen Anbieter wechseln, ihren Vertrag beitrags­frei stellen oder Kapital für Wohn-Riester entnehmen.

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