Produkt­informations­blatt für Riester-Verträge

Seit 1. Januar 2017 müssen Anbieter von Riester-Verträgen ihren Kunden ein Produkt­informations­blatt (Pib) aushändigen, in dem sie über Chancen, Risiken und Kosten informieren.

Chancen-Risiko-Klassen

Zunächst werden die Riester-Produkte in Chancen-Risiko-Klassen (CRK) einge­ordnet. Das über­nimmt die neu geschaffene unabhängige Produkt­informations­stelle Alters­vorsorge (Pia). Sie simuliert dazu je 10 000 Vertrags­abläufe für vier Lauf­zeiten. Die Chancen ergeben sich aus dem Durch­schnitt aller Ergeb­nisse, das Risiko aus dem Schnitt der 2 000 schlechtesten. Insgesamt gibt es fünf Chancen-Risiko-Klassen, in CRK 1 ordnen sich die klassischen Renten­versicherungen ein. Riester-Fonds­verträge liegen zwischen CRK 2 und CRK 4. Die Klassen­grenzen verlaufen fließend und ändern sich je nach Vertrags­lauf­zeit.

Kosten

Für die Kostenbe­rechnung durch die Anbieter gibt der Gesetz­geber eine Vorkostenrendite vor, die umso höher ausfällt, je höher die Chancen-Risiko-Klasse ist. Ausgewiesen werden die Effektiv­kosten. Das ist die Rendite­minderung, die durch die Kosten­abzüge verursacht wird.

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