Neue Angebote der Versicherer: Weniger Sicherheit für das Alter

Wie für eine private Renten­versicherung ohne Förderung vom Staat bieten die Unternehmen auch für die Riester-Rente neue Produkte an. Sie tragen Namen wie „Perspektive“ (Allianz), „Index Invest“ (R+V), „Futur“ (Concordia Oeco) oder „Klassik modern“ (Volks­wohl Bund). Allen gemein­sam ist: Sie bieten weniger Sicherheit und mehr Risiko für den Kunden; dafür aber „die Chance auf eine attraktive Rendite“ – so die Werbung der R+V. Aufgrund ihrer höheren Risiken sind die neuen Angebote im Produkt­informations­blatt der Anbieter in die offizielle Chancen-Risiko-Klasse 2 einsortiert. Wir haben sie geprüft, aber nicht in unsere Tabelle aufgenommen. Die Angebote in unserem Test (Test­ergeb­nisse Riester-Rentenversicherung) gehören dagegen sämtlich in die Chancen-Risiko-Klasse 1 (mehr zu der neuen Klasseneinteilung).

Bei den neuen Produkten fließen nicht die Beiträge (wie bei fonds­gebundenen Renten­versicherungen), sondern nur die erwirt­schafteten Über­schüsse in Fonds (wie bei Debeka und Concordia Oeco) oder in Indexbe­teiligungen (wie bei Axa, Condor, Neue Leben, R+V, Stutt­garter, Volks­wohl Bund). So soll die Rendite aufgepeppt werden. Bei Vertrags­beginn schaut der Kunde ins Dunkle: Nicht nur seine künftige Über­schuss­beteiligung ist ungewiss, sondern auch der zusätzliche Rendite-„Hebel“ per Fonds oder Indexbe­teiligung und die Rente, die er daraus bezieht. Er trägt also ein dreifaches Risiko.

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