Beispiel: Lebens­fremde Regeln beim Wohn-Riestern

Problem

Riester-Rente Special

Renate Aichele über­legt, ob es für ihre Tochter Julinka sinn­voll ist, einen Wohn-Riester-Vertrag abzu­schließen. Lebens­fremd findet die Lehrerin, dass ihre Tochter dann, bis sie 85 Jahre alt ist, in derselben Immobilie wohnen soll.

Lösung

Ganz so pauschal gilt diese Riester-Regel nicht. Voraus­setzung beim Wohn-Riestern ist tatsäch­lich, dass Geförderte die Wohnung selbst nutzen. Und zwar so lange, bis sie die gesamte Steuerschuld beglichen haben, die auf das geförderte Eigentum im Renten­alter anfällt. Das können sie in Raten bis zu ihrem 85. Lebens­jahr tun oder gleich auf einmal zu Renten­beginn. Finanziell ist die erste Variante oft sinn­voller. Gefangen wäre Julinka nicht. Sie kann die Immobilie verkaufen. Solange sie das Riester-Geld aus dem Verkauf wieder in selbst­genutztes Eigentum oder in einen Riester-Vertrag investiert, bleibt ihr die Förderung.

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