Beispiel: Verlust der Zulagen

Problem

Riester-Rente Special

Designerin Anke Schröter verlor 2011 ihren direkten Anspruch auf Förderung, konnte aber über ihren Ehemann Joachim weiter riestern. Das teilte sie der Zulagen­stelle verspätet im März 2013 mit. Die Behörde ließ im April 2014 trotzdem die Zulagen für 2011 von Anke Schröters Fonds­sparplan zurück­buchen – 524 Euro an Grund- und Kinder­zulagen für die beiden Söhne Jonas und Aaron. Erst im Februar 2015 zahlte sie diese wieder aus. Verlust: Rund 170 Euro. Denn bei Gutschrift im Februar 2015 waren die Fonds­anteile teurer als im April 2014.

Lösung

Mut macht ein Urteil vom Mai. Das Land­gericht Berlin hat entschieden, dass die Behörde Schaden­ersatz für entgangenen Wert­zuwachs zahlen muss (Az. 28 O 229/14). Auch Familie Schröter bleibt nur das Gericht, denn ihr Einspruch bei der Zulagen­stelle hatte keinen Erfolg. Allerdings könnte es für sie schwieriger werden, weil sie den Wechsel von unmittel­barer zu mittel­barer Förderberechtigung verspätet meldeten. Ob sich Zeit, Nerven, Kosten dafür lohnen, ist fraglich.

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