Die Versicherungswirtschaft und die Bundesregierung machen ganz unterschiedliche Angebote zu den Kosten der staatlich geförderten Riester-Rentenversicherungen. Die Kosten gehen von den Beiträgen der Kunden ab und schmälern ihre Rente.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gibt die „mittlere Kostenbelastung“ eines Vertrags mit 10 bis 12 Prozent an. Die Bundesregierung sagt, der Sparanteil betrage „im Durchschnitt 84 Prozent des Beitrags“. Das heißt 16 Prozent gehen für Kosten ab. Damit unterscheide sich ein Riester-Vertrag „nicht wesentlich von den anderen kapitalbildenden Lebensversicherungstarifen“, so die Bundesregierung.

Die Kunden können die Kosten oft gar nicht nachvollziehen. Der Bamberger Ökonom Andreas Oehler hat ermittelt, dass bei 40 Prozent der Angebote die Kosten nicht in Euro ausgewiesen sind.

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