Angebote ohne garantierte Rente

Nicht alle Lebensversicherer garantieren ihren Kunden ­eine feste Mindestrente. ­Hier sollte niemand abschließen.

Postbank und Citibank verkaufen beide klassische Riester-Rentenversicherungen. Sie stammen von ihren Partnern, der PB Lebensversicherung AG und der CiV Lebensversicherung AG.

Wir haben diese Tarife geprüft: Sie sind zwar noch einigermaßen kostengünstig. Doch anders als die meisten Versicherer garantieren beide Unternehmen ihren Riester-Kunden keine feste Rentenhöhe als Mindestauszahlung.

Keine garantierte Rentenhöhe

Ohne garantierte Rente aber fehlt den Angeboten das für eine Riester-Rentenversicherung wichtigste Auswahlkriterium. Versicherte erhalten nur eine ­verbindliche Aussage zur Höhe des bis ­Rentenbeginn garantiert angesammelten Kapitals. Mindestens diese Summe kann dann verrentet werden, sofern der Kunde nicht von seiner Möglichkeit Gebrauch macht, 30 Prozent zu entnehmen. Erst bei Rentenbeginn und nicht bereits bei Abschluss des Vertrags kalkuliert der ­Versicherer die Höhe der garantierten Rente. Der Vorteil einer Rentenversicherung, bereits bei Abschluss die garantierte Höhe der späteren Rente zu kennen, entfällt damit.

Hat sich die Lebenserwartung der Menschen bis zum Rentenbeginn erhöht, wird eine andere Sterbe­tafel zur Berechnung der garantierten Rente benutzt als heute. Die Mindestrente dürfte dann geringer ausfallen als bei bereits heute fest kalkulierenden Anbietern. Zwar erhöht sich die Garantierente überlicherweise durch Überschüsse. Doch diese sind nicht sicher.

Sparpläne dann besser

Ohne feste Rentenzusage sollte sich ein Riester-Sparer nicht auf die vielen Nachteile einer klassischen Rentenversicherung als Riester-Produkt einlassen. Hohe Anfangskosten machen den Wechsel zu anderen Anbietern oder Produkten ­unrentabel, die Chancen von Aktieninvestments werden kaum genutzt.

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