Die Regeln für die Auszahlung

  • Rente. Die Auszahlung der Riester-Rente beginnt frühestens, wenn der Kunde 60 Jahre alt ist oder gesundheitsbedingt Frührentner wird. Nur 30 Prozent des Kapitals dürfen zu Beginn auf einen Schlag entnommen werden. Bei Rentenversicherungen ist anschließend immer eine lebenslange Rente vorgesehen. Bei Bank- und Fondsprodukten kann es auch erst ein Auszahlplan sein. Dann ist ein Teil des Geldes zunächst noch vererbbarer Kapitalstock. Ein festes Restkapital sichert aber spätestens ab 85 Jahren die lebenslange Versorgung.
  • Steuer. Alles im Alter entnommene Geld ist voll steuerpflichtig. Da der Steuersatz im Alter meist niedriger ist als im Beruf, rechnet sich die Sache trotzdem.
  • Sozialabgaben. Sozialabgaben fallen im Alter nicht an, aber in der Ansparphase. Nur die betriebliche Riester-Rente ist in beiden Phasen mit Abgaben belastet.
  • Ausland. Wer seinen Wohnsitz als Rentner ins Ausland verlagert, verabschiedet sich von guter Rendite, weil er dann die Förderung zurückzahlen muss.
  • Erben. Bei Tod eines Ehepartners in der Sparphase kann das Riester-Kapital auf den Vertrag des anderen übertragen werden. Andere Erben müssten die Förderung zurückzahlen. Ab Rentenbeginn hängt es von Produkt und Gestaltung ab, ob nach dem Tod etwas für Erben bleibt.
  • Immobilie. Riester-Sparer, die ein Eigenheim kaufen, können vorübergehend auf ihr Riester-Kapital zurückgreifen.

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