Riester-Rente Test

Die Riester-Rente wird immer noch besser. Zulagen und Höhe des geförderten Beitrags steigen bis zum Jahr 2008 in zwei Stufen an. Wer schnell genug ist, kann sich die Förderung für das Jahr 2005 noch sichern. Nur in wenigen Fällen gibt es günstigere Vorsorge als die Riester-Rente. Für die Allermeisten ist die Riester-Rente richtig. Zur Wahl stehen drei Vertragstypen: Rentenversicherungen, Fonds- und Banksparpläne. Finanztest sagt, wie Sie den richtigen Vertrag für sich finden und welche Anbieter die besten Angebote haben.

Zu diesem Thema bietet test.de aktuellere Tests: Riester-Rentenversicherung, Riester-Fondssparpläne und Riester-Banksparpläne

Rechnen mit Mindestrente

Die häufigsten Riester-Verträge sind klassische Rentenversicherungen. Ihr Vorteil: Die mit Eintritt ins Rentenalter fällige Mindestrente steht bei den meisten Verträgen schon heute fest. Bei anderen Riester-Verträgen wird das angesparte Kapital erst am Ende der Laufzeit in eine Rentenversicherung oder eine Kombination mit einem Auszahlplan umgeschichtet, die dann bis ans Lebensende zahlen. Wenn die Lebenserwartung weiter steigt, kann das ein Nachteil gegenüber Rentenversicherungs-Verträgen sein, bei denen die Höhe der Rente auf der Basis der aktuellen Daten zur Lebenserwartung kalkuliert ist.

Gleiche Leistungen für Frauen

Noch bis Ende Dezember gibts Riester-Rentenversicherungs-Verträge mit für Frauen und Männer unterschiedlichen Leistungen. Frauen haben die höhere Lebenserwartung. Sie erhalten daher bisher für den gleichen Beitrag weniger Rente als Männer. Damit ist ab Januar Schluss. Versicherer müssen Frauen und Männer die gleichen Leistungen bieten. Dennoch sollten Frauen mit dem Vertragsschluss nicht bis nächstes Jahr warten. Sich die Förderung für dieses Jahr zu sichern ist aller Voraussicht nach lukrativer, als auf die so genannten Unisex-Tarife zu warten. Diese werden wahrscheinlich kaum besser sein als die bisherigen Tarife für Frauen. Grund: Die Versicherungen müssen damit rechnen, mehr Frauen als Männer als Kunden zu gewinnen und entsprechend Vorsorge treffen. Männer fahren mit einer geschlechtsspezifischen Police in diesem Jahr noch besser als mit den Unisex-Tarifen ab 2006. Keine Auswirkung hat die Umstellung auf Unisex-Tarife für Bank- und Fondssparpläne. Bei ihnen wird das bis zum Ende der Laufzeit gesammelte Kapital bei Eintritt in den Ruhestand in eine Rente oder einen Auszahlplan umgewandelt. Entscheidend dafür sind die Regeln, die dann gelten.

Alter entscheidet über richtigen Vertragstyp

Welcher Vertragstyp im Einzelfall richtig ist, hängt vor allem vom Alter beim Einstieg in die Riesterrente ab. Wenn bis zur Rente noch mehr als 20 Jahre Zeit ist, sind Riester-Fondssparpläne richtig. Sie bieten die beste Renditechance. Das Risiko, jenseits des Gewinns durch Zulagen und Förderung ohne Rendite zu bleiben, ist bei langen Laufzeit sehr gering. Banksparpläne bieten zwar eine bescheidene Renditeerwartung, diese aber ist ganz sicher. Sie sind sehr flexibel und kostengünstig und daher richtig für ältere Sparer und Menschen, die ihr Riesterguthaben zwischenzeitlich noch zur Immobilienfinanzierung einsetzen wollen. Dazwischen liegen Rentenversicherungsverträge. Sie sind vor allem für um die 40-jährige geeignet, die besonderen Wert auf die Kalkulierbarkeit der Rentenleistung legen.

Angebote auf dem Prüfstand

Wenn die Entscheidung für den einen oder anderen Vertragstyp gefallen ist, bleibt noch die Wahl des richtigen Angebots. Die Unterschiede sind gewaltig und können sich über 30 oder gar 40 Jahre Laufzeit auf viele Tausend Euro summieren. Erfreulich immerhin: Nach einer ganzen Reihe von verbraucherfreundlichen Gerichtsurteilen sind viele unverständliche Klauseln und willkürliche Zinsänderungen inzwischen verboten. Einzelheiten zu den besten Riester-Rentenversicherungen, Fonds- und Banksparplänen liefert das Finanztest-Themenpaket Riester-Rente in Heft 12/2005 oder online komplett + interaktiv.

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