Ausgewählt, geprüft, bewertet

Finanztest hat die Angebote der sechs Investmentgesellschaften untersucht, die Riester-taugliche Fondssparpläne anbieten. Das Adig-Angebot führen wir doppelt auf, da der Sparer zwischen einem Misch- und zwei Aktienfonds wählen kann. Alle Sparpläne investieren in unterschiedlichem Maße in Aktien, Renten und andere Anlagen. Die Mischung hängt meist vom Alter des Sparers ab. Wir haben hochgerechnet, wie die Kosten die mögliche Rendite drücken und wie sich die Renditeerwartungen für verschiedene Modellkunden unterscheiden. Diese Wertzuwächse nehmen wir an:

Aktien: 10 Prozent p. a.
Renten (Zinspapiere): 7 Prozent p. a.
Immobilien(fonds): 6 Prozent p. a.
Geldmarkt/Kasse: 3 Prozent p. a.

Aktien oder Aktienfondsanteil: Hier wird der prozentuale Anteil der Aktien oder Aktienfonds an der Gesamtanlage des Produkts angegeben.

Einstufung: Während defensive Varianten einen geringen Aktienanteil aufweisen, ist dieser bei den offensiven Anlageformen hoch – bis zu 100 Prozent. Ausgewogene Varianten sind eine Mischung aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren sowie Immobilien oder richten ihre Struktur nach der Restlaufzeit des Vertrags oder dem Alter des Sparers aus: Sie fangen mit einem hohen Aktienanteil an und reduzieren diesen im Zeitablauf.

Renditeerwartung ohne Kosten: Wenn sich alle Märkte so entwickeln wie in den oben beschriebenen Annahmen und die Anbieter jeweils die renditeträchtigste Fondsmischung wählen, wären genau diese Renditen vor Kosten möglich. Beispiel: Die DWS bietet für 30-jährige Sparer einen reinen Aktiensparplan an. Die nach dem Modellfall zu erwartende Rendite wäre demnach 10 Prozent.

Renditeerwartung nach Kosten: Hier werden alle Kosten – Ausgabeaufschläge, Depotgebühren und laufende Managementvergütungen – von der vorher ermittelten „Renditeerwartung ohne Kosten“ abgezogen. So bleibt nach Abzug der Kosten bei der DWS nur noch 8,7 Prozent Rendite von ehemals 10 Prozent übrig.

Renditeerwartung für den Eigenbeitrag: Neben den Wertzuwächsen der Fonds steigern auch die staatlichen Zulagen die Rendite, die der Sparer für das eingezahlte Geld erhält. Wir haben die Zuwächse auf Basis der Summe errechnet, die der Sparer mindestens einzahlen muss, um die volle Zulage zu erhalten. So erhöht sich die Rendite des BHW-Produkts für 30-Jährige ohne Kinder je nach Einkommen von 6,0 auf 6,5 oder 6,7 Prozent.

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