Selbst Versicherungsagenten verstehen Versicherungsbedingungen nicht richtig. Das hat die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften festgestellt. Sie hat Testpersonen Bedingungen für eine Rentenversicherung mit Riester-Förderung vorgelegt.

Die Tester sollten herauslesen, ob und welchen finanziellen Nachteil eine Kündigung des Vertrags hätte. Unter den Laien erkannten nur 30 Prozent, dass im Beispiel mehr als 500 Euro verloren wären. Die meisten dachten, der Verlust läge unter 100 Euro. Von den Juristen tippten 50 Prozent daneben. Selbst die Versicherungsagenten lagen nur zu 70 Prozent richtig.

Ein Problem für die Verständlichkeit war, dass die Versicherungsbedingungen nicht chronologisch sind, also mit dem Vertragsschluss anfangen und der Kündigung enden. Solche Bedingungswerke wurden oft verändert, aber nie ganz erneuert. Ihre Basis ist teilweise älter als 100 Jahre. Mehr zur Studie gibt es online.

Tipp: Warum sich die Riester-Rente trotzdem lohnt, erfahren Sie in „Einfach mitnehmen“ und „Rentabel für alle“.

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