Das Land­gericht Stutt­gart hat der Allianz Lebens­versicherung untersagt, weiterhin undurch­sichtige Klauseln in Riester-Renten­versicherungs­verträgen zu verwenden (Az. 11 O 231/12). Die Allianz lasse ihre Kunden im Unklaren darüber, dass sie nur dann an Kosten­über­schüssen beteiligt werden, wenn sie aus eigenen Beiträgen mindestens 40 000 Euro für ihre Riester-Rente angespart haben. Staatliche Zulagen zählen dabei nicht.

Hat ein Sparer weniger als 40 000 Euro einge­zahlt, fällt die Beteiligung weg. Der Bund der Versicherten beziffert den Verlust für solche Kunden auf durch­schnitt­lich 3 500 Euro. Die Allianz spricht von 500 Euro bei einem Vertrag, der 20 Jahre lang gelaufen ist.

Ob die Allianz Berufung einlegt, war bei Redak­tions­schluss noch unklar.

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