Riester-Rente Meldung

Ab 2006 müssen die Anbieter von Riester-Rentenversicherungen gleiche Tarife für Männer und Frauen anbieten. Befürworter dieser „Unisex-Tarife“ argumentieren, dass der Staat die Riester-Rente als Kompensation für Einschnitte bei der gesetzlichen Rente geschaffen habe. Deshalb müsse diese private Zusatzvorsorge auch geschlechtsneutral sein. Für bereits laufende Verträge und Verträge, die noch bis Ende 2005 abgeschlossen werden, bleibt es allerdings bei der bisherigen Regelung mit unterschiedlichen Tarifen für Männer und Frauen.

Bisher muss eine Frau, die „riestert“, rund 15 Prozent mehr Beiträge für die gleiche Rente zahlen als ein Mann. Der Grund: Frauen leben im Durchschnitt sechs Jahre länger als Männer. Sie bekommen also länger Rente. In der gesetzlichen Rentenversicherung gilt jedoch seit jeher das Prinzip: Gleiche Rente für gleiche Beiträge.

Dagegen gibt es in der privaten Altersvorsorge bisher keine „Unisex-Tarife“. Die Versicherungswirtschaft erwartet jedoch, dass die Tarife für Frauen nicht billiger werden, sondern Männer mehr als bisher zahlen müssen.

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