Riester-Rente Special

Riester-Sparer können sich freuen: Bei aller Kritik an dieser geförderten Alters­vorsorge – die Rendite durch Zulagen vom Staat kann sich oft sehen lassen. Die Finanztest-Experten haben ausgerechnet: Manchmal gibt es allein dadurch mehr als 8 Prozent sichere Rendite für die Alters­vorsorge.

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SpecialRiester-RenteFinanztest 09/2014
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Im Zins­tief glänzen die Zulagen

Jeder Riester-Sparer bekommt bis zu 154 Euro Grund­zulage im Jahr, dazu kommen Zulagen für jedes Kind: bis zu 185 Euro im Jahr bei Geburt vor 2008, bis zu 300 Euro im Jahr bei Geburt ab 2008. Anders als die Zinsen sind die Zulagen nicht gesunken. Im aktuellen Zins­tief glänzen sie geradezu. Je nach Einkommen und Familien­situation des Sparers bringen die Zulagen zwischen 0,4 und 8,5 Prozent Rendite im Jahr. Die gibt es zusätzlich zur Rendite, die der Vertrag bringt. Mit den Zulagen können Riester-Sparer immer rechnen – selbst wenn ihre Renten­versicherung teuer ist, ihr Anbieter schlecht wirt­schaftet oder ihr Fonds schlecht läuft. Jeder Anbieter muss sicher­stellen, dass dem Sparer bei Laufzeit­ende seines Riester-Vertrags min­destens alle einge­zahlten Beiträge und Zulagen zu Verfügung stehen.

Sparer mit Kindern profitieren

Finanztest hat untersucht, wie hoch die Rendite alleine durch die Zulagen ist und für welche Sparer sich ein Abschluss besonders lohnt. Vor allem für Eltern mit nied­rigem Einkommen ist die Zula­genrendite hoch. Bei 8,5 Prozent liegt sie für einen Sparer mit zwei kleinen Kindern, einem versicherungs­pflichtigen Ein­kommen von 20 000 Euro im Jahr und einer Lauf­zeit von 30 Jahren. Hat der gleiche Sparer ein Einkommen von 52 500 Euro, verringert sich die Rendite auf 1,7 Prozent, obwohl er dieselbe Zulage ­erhält wie der Sparer mit nied­rigem Einkommen. Das liegt daran, dass der Sparer mit dem hohen Einkommen mehr selbst einzahlen muss. Der Finanztest-Artikel erklärt im Detail, mit welchen Renditen zu rechnen ist und welche Anlageform für wen am besten ist.

So viel Einzahlungen fördert der Staat

In einen Riester-Vertrag müssen jedes Jahr 4 Prozent des renten­versicherungs­pflich­ti­­gen Einkommens fließen, mindestens aber 60 Euro im Jahr. Nur dann gibt es die Zulagen in voller Höhe. Zu den 4 Prozent zählen nicht nur die ­eigenen Beiträge, sondern auch die Zulagen. Für Sparer ohne Kinder gelten dieselben Regeln. Doch da Kinder­lose weniger Zulagen bekommen, zahlen sie selbst mehr in den Vertrag ein und der Staat weniger. Bei einem Einkommen von 20 000 Euro im Jahr und einer Lauf­zeit von 10 Jahren liegt die Zula­genrendite bei 3,5 Prozent. Bei einer Lauf­zeit von 40 Jahren und einem Einkommen von 52 500 Euro im Jahr liegt sie nur bei 0,4 Prozent. Kinderlose Gutverdiener profitieren aber von den Steuer­vorteilen, da Riester-Einzahlungen als Sonder­ausga­ben zählen.

Besserverdiener streichen Steuer­förderung ein

Für Besserverdiener ist Riester vor allem aufgrund der Steuerersparnis interes­sant, ­Eltern und Gering­verdiener profitieren vor allem von den Zulagen. Ein Haken für Gering­verdiener: Haben sie später als Rentner trotz Riester-Rente so wenig zum Leben, dass sie auf staatliche Hilfe angewiesen sind, bleibt nach derzeitiger Rechts­lage manchem nichts von der Zusatz­vorsorge. Sie wird mit der staatlichen Grund­siche­rung verrechnet. Ungeschoren kommt im Alter kein Riester-Rentner davon. Anders als die Einzahlungen sind die Auszahlungen steuer­pflichtig.

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