Riester-Rente: Fonds Meldung

Die staatlich geförderte Altersvorsorge ist nicht nur mit Rentenversicherungen und Banksparplänen möglich, sondern auch mit Aktienfonds. Natürlich müssen auch die Angebote der Fondsgesellschaften die gesetzlichen Vorgaben für die Riester-Rente erfüllen:

1.) Nach der Ansparzeit müssen mindestens die Einzahlungen noch vorhanden sein.

Ob das gelingt, hängt zunächst vom Anlagekonzept ab und davon, wie der Kapitalmarkt sich entwickelt. Sinkt allerdings im Laufe der Ansparphase der Fondswert so stark, dass der Verlust bis zum Rentenbeginn nicht mehr aufgeholt werden kann, müssen die Fondsgesellschaften Sicherungsmittel hinterlegen.

2.) In der Auszahlungsphase muss sichergestellt sein, dass die Rente ein Leben lang reicht.

Das Geld muss mindestens so lange fest liegen, bis der Sparer 60 Jahre alt ist, jedoch spätestens vom vollendeten 65. Lebensjahr an ausgezahlt werden. Das Guthaben, das bis dahin vorhanden ist, wird aufgeteilt. Ein Teil fließt in einen Fondsentnahmeplan, aus dem die monatlichen Raten gezahlt werden. Der Plan ist so angelegt, dass die Rente mindestens bis zum 85. Lebensjahr reicht. Ein weiterer Teil wird in eine Rentenversicherungspolice gesteckt, die mit den Rentenzahlungen beginnt, wenn der Anleger 85 Jahre alt wird. Sie zahlt bis zum Tod.

Unter den ersten Fondsgesellschaften, die Altersvorsorge à la Riester vorgeschlagen haben, ist die Union Investment. Sie bietet einen flexiblen Mix aus Aktienfonds und Rentenfonds. Auch die DWS mischt Aktienfonds und Rentenfonds. Sie offeriert drei verschiedene Modelle, je nachdem, wie alt der Anleger bei Vertragsbeginn ist. Das Konzept der Adig sieht eine Strategie mit abgezinsten Papieren nach dem Muster von Garantiefonds vor.

Die Angebote von Union Investment, DWS und Adig sind riesterfähig. Das hat vor Weihnachten die Zertifizierungsstelle bekannt gegeben. Auch andere Fondsgesellschaften basteln an Riesterprodukten. Sobald mehrere Modelle auf dem Markt sind, wird Finanztest einen Überblick veröffentlichen.

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