Ein Leser fragt: „Ich möchte im Beruf deutlich herunter­fahren. Die dadurch entstehende finanzielle Lücke würde ich gerne durch die monatlichen Riester-Rentenzah­lungen schmälern und dann mit 67 Jahren regulär in Rente gehen. Geht das oder ist die Riester-Rente zwingend an den gesetzlichen Renten­beginn gekoppelt?“ Finanztest antwortet.

Nein, das ist sie nicht. Sie können Ihre private Riester-Rente auch schon vor Beginn Ihrer gesetzlichen Rente beziehen. Es kommt hier darauf an, was Ihr Anbieter mit Ihnen bei Vertrags­abschluss vereinbart hat. Schauen Sie am besten in Ihren Riester-Vertrags­unterlagen nach.

Allerdings gibt es gesetzliche Alters­grenzen, vor denen die Riester-Rente nicht fließen darf. Wenn Sie Ihren Vertrag vor dem 31. Dezember 2011 abge­schlossen haben, kann die Auszahlung frühestens mit Voll­endung Ihres 60. Lebens­jahrs beginnen; bei Verträgen ab 1. Januar 2012 liegt der frühest­mögliche Beginn der Auszahlungs­phase beim voll­endeten 62. Lebens­jahr.

Zu diesen Alters­grenzen gibt es wiederum eine Ausnahme: Noch früher können Sie sich Ihre Riester-Rente auszahlen lassen, wenn Sie vor den oben erwähnten Alters­grenzen bereits eine vorzeitige Rente von der gesetzlichen Renten­versicherung bekommen, zum Beispiel eine vorzeitige Alters­rente für Schwerbehinderte.

Tipp: Ob sich Riestern für Sie lohnt und wie Sie die richtige Riester-Sparform finden, zeigt Ihnen unser Special Riester im Test.

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