Die schwarz-rote Bundesregierung will künftige Eltern noch stärker beim „Riestern“ unterstützen. Für jedes ab 2008 geborene Kind soll entweder die Mutter oder der Vater 300 Euro staatliche Kinderzulage pro Jahr erhalten. So steht es in der Koalitionsvereinbarung. Bei älteren Kindern bleibt es danach bei der ab 2008 vorgesehenen Kinderzulage von jährlich 185 Euro (2006 und 2007 jeweils 138 Euro). Eine Ausweitung des förderfähigen Höchstbeitrags für Neu-Eltern ab 2008 ist nicht geplant. Für sie wie für alle gilt, dass sie bis zu 2  100 Euro steuerfrei sparen können (2006/2007: 1 575 Euro). Auch die Grundzulage bleibt ab 2008 für alle bei 154 Euro. 2006 und 2007 gibt es 114 Euro.

Zulagen und Steuervorteile machen die Riester-Rente für jeden attraktiv, für Neu-Eltern ab 2008 noch etwas mehr. „Riestern“ ist mit Bank-, Fondssparplänen und Rentenversicherungen möglich. Einen Überblick über die Angebote gibt es im Heft 12/05.

Jüngere Sparer sollten wegen der höheren Renditechancen Fondsprodukte bevorzugen, ältere wegen der Sicherheit Banksparpläne. Vorteil von Riester-Rentenversicherungen ist, dass Kunden schon bei Vertragsbeginn eine lebenslange Mindestrente garantiert wird. Wegen der Abschlussgebühren müssen sie beim Anbieterwechsel hier aber mit Renditeverlusten rechnen. Versicherungsprodukte eignen sich deshalb nur für stetige Sparer.

Tipp: Wer noch vor dem 31. Dezember 2005 einen Riester-Vertrag abschließt und 2 Prozent seines Bruttoeinkommens 2004 abzüglich der ihm zustehenden Zulagen einzahlt, kann die Förderung für das gesamte Jahr 2005 kassieren.

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