Die Zentrale Zulagen­stelle für Alters­vermögen (ZfA) hat im Jahr 2012 von Riester-Sparern Zulagen in Höhe von rund 700 Millionen Euro zurück­gefordert. Diese Summe betrifft die Beitrags­jahre 2008 bis 2010, teilte das Bundes­finanz­ministerium auf Anfrage mit. Im Jahr 2011 waren es 490 Millionen Euro.

Die ZfA darf die Zulagen bis zu vier Jahre rück­wirkend stornieren. Gut ein Drittel der zurück­gebuchten Zulagen holt sich der Staat zurück, weil die Sparer ihren Vertrag aufgelöst haben und sich die angesparte Summe auf einmal auszahlen ließen. Auch Kunden, die nicht gesetzlich renten­versichert waren und deshalb nicht förderberechtigt waren, mussten ihre Zulagen zurück­zahlen. Anderen Vorsorgesparern wurde ein Teil der Zulage wieder abge­nommen, weil sie weniger einge­zahlt hatten, als für die volle Zulage notwendig ist.

Kunden, die fest­stellen, dass ihnen zu wenig Zulagen gutgeschrieben wurden, sollten dies ihrem Anbieter mitteilen und eine Nach­zahlung fordern. Dafür haben sie nach Zugang der Riester-Stand­mitteilung ein Jahr Zeit.

Leser­aufruf

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