Riester-Fonds­sparplan - Mehr Aktien für UniProfiRente

Börsen­handel: Aktien bieten auch bei der Alters­vorsorge Chancen.

Ab Juli 2021 bietet Union Investment eine deutlich höhere Aktienquote für ihren Riester-Fonds­sparplan an. test.de erklärt, was sich für Bestands- und Neukunden ändert.

Aktienquote künftig bei 40 Prozent

Ab Juli 2021 hebt die Fonds­gesell­schaft Union Investment die „Rest­aktienquote“ für ihren Riester-Fonds­sparplan UniProfiRente auf 40 Prozent an. Bestands­kunden, die eine geringere Quote haben, erhalten mehr Aktien, wenn der Vertrag bis zur Auszahl­phase noch mindestens 25 Jahre läuft. Bei kürzerer Dauer beträgt die Unter­grenze für den Aktien­anteil weiterhin 10 Prozent, in extremen Kapitalmarkt­szenarien könnte er sogar auf null sinken.

Umschichtung in Rentenfonds

Die UniProfiRente mischt Aktien- und Rentenfonds. Zu Beginn fließt das Spargeld voll in den Aktienfonds UniGlobal­Vorsorge. Aktuell ist in vielen Verträgen die Aktienquote gering. Wegen der Kapital­garantie am Ende der Lauf­zeit wurde zum Ärger vieler Kunden in Börsenkrisen oft in den Rentenfonds UniEuroRenta umge­schichtet (siehe auch unsere Meldung Riester-Fondssparpläne: Viele Fragen zur Umschichtung). Die Riester-Produkte von Union, UniProfiRente und UniProfiRente Select, haben bei 1,8 Millionen Kunden 23,4 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen.

Neukunden können mehr anlegen

Union Investment bietet die Riester-Fonds­sparpläne künftig nur noch mit mindestens 20 Jahren Lauf­zeit an. Bisher war ein Vertrag auch für eine deutlich kürzere Zeit möglich. In der aktuellen Markt­situation ist das nicht mehr sinn­voll, weil es nicht möglich ist, von der höheren Aktienquote zu profitieren. Außerdem deckelt Union Investment die maximale Sparsumme: Neukunden können bei mehr als 20 Jahren Lauf­zeit bis zu 40 000 Euro pro Jahr anlegen. Fällt die Rest­lauf­zeit unter 20 Jahre, sind es nur 2 100 Euro pro Jahr.

Späterer Renten­eintritt möglich

Die UniProfiRente ist auf 62 Jahre als frühest­möglichen Renten­eintritt ausgelegt. Union-Kunden können den Renten­beginn aber auch auf 67 Jahre hoch­setzen. Das ist gerade für junge Leute sinn­voll. Denn wenn es für sie an der Börse günstig läuft, bleibt ihr Vertrag viele Jahre voll­ständig im Aktienfonds investiert, ohne dass es notwendig wird, Geld in Rentenfonds umzu­schichten.

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