Riester-Verträge mit Rabatt: Kosten sparen beim Fondsvermittler

An Riester-Fondssparplänen wollen die Anbieter genauso verdienen wie an herkömmlichen Fondssparplänen auch. Für die Anteile an den Fonds berechnen sie beim Kauf Ausgabeaufschläge. Der Ausgabeaufschlag ist die Verkaufsprovision. Diese Kosten belasten die Rendite. Die spätere Rente fällt dadurch schmaler aus.

Vermittler können aber oft selbst entscheiden, ob sie auf die Provision ganz oder teilweise verzichten. Die Tabelle listet 23 freie Fondsvermittler auf, bei denen es einen Sofortrabatt auf den Ausgabeaufschlag gibt. Mit dem ­gesparten Geld werden mehr Fondsanteile gekauft, was die zukünftige Rente erhöht.

Der Vorteil gilt nicht nur für Neuverträge. Auch Sparer, die bereits einen Vertrag haben, können zu einem der freien Vermittler wechseln. Das ist möglich und führt nicht zu Nachteilen.

Riester-Kunden, die den Vertrag über einen freien Vermittler abschließen, führen ihr Depot bei der Fondsgesellschaft, der sie auch die Sparbeiträge überweisen. An den Vermittler bezahlt der Riester-Sparer nichts. Es lohnt sich dennoch, die Vertragsbedingungen aufmerksam zu lesen. Manche Vermittler machen den Rabatt abhängig von der Eröffnung eines Depots und Mindesteinlagen bis zu 50 000 Euro.

Vorsicht, Steuerfalle!

Die DWS Riesterrente Premium ist ein Sonderfall. Wird sie mit Rabatt angeboten, erstatten die Vermittler das Geld in bar. Künftig gelten diese Zahlungen als Leistungen aus dem Riester-Vertrag und sind Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Das verpflichtet den Sparer ab 2009 dazu, den Rabatt im Jahr des Zuflusses zu versteuern. So sieht es das Jahressteuergesetz vor, das bei Redaktionsschluss noch nicht verabschiedet war.

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