Nur mit Aktienfonds kann die junge Sparerin noch auf gute Renditen hoffen.

Nach dem Börsen­absturz im März wurden viele Riester-Fondssparpläne umge­schichtet. Viele unserer Leser ärgern sich – und fragen sich, ob und wann es eine Rück­kehr an den Aktienmarkt gibt.

Notbremse

Bei allen Riester-Angeboten müssen Einzahlungen und Zulagen zum Renten­beginn voll­ständig erhalten sein. Wenn in Sparplänen Aktienfonds stecken, müssen Anbieter in Börsenkrisen oft die Notbremse ziehen, um die Garantie der Riester-Verträge zu sichern. Aktienfonds werden verkauft und in Rentenfonds oder Zins­anlagen umge­schichtet.

Fairriester

Beim Sparplan Fairriester steckt derzeit alles in Barvermögen. Laut dem Anbieter Sutor Bank ist eine schritt­weise Rück­kehr in Aktien­anlagen vorgesehen, wenn sich Wirt­schaft und Märkte wieder „im ruhigen Fahr­wasser“ befinden. Einen Zeit­punkt für diese Maßnahme kann die Sutor Bank nicht nennen.

[Aktualisierung vom 22. Juni 2020:] Wie uns der Anbieter Sutor Bank mitteilte, hat inzwischen eine Rück­kehr in Aktien­anlagen begonnen. Sie soll bis voraus­sicht­lich Juli 2020 in mehreren Schritten erfolgen. Künftig kommen nur noch zwei ETF zum Einsatz, ein globaler Aktien- und ein Rentenfonds. Es wird eine Mindest­aktienquote von 3 Prozent des Vertrags­wertes einge­führt.

UniProfiRente

Beim Sparplan UniProfiRente wurde in den Rentenfonds UniEuroRenta umge­schichtet, normaler­weise blieb eine Aktienquote von 10 Prozent. Ausnahme: Anleger, die im Juli 2017 der Umstellung ihres Vertrags vom Aktienfonds UniGlobal auf den UniGlobal Vorsorge wider­sprochen hatten (siehe unsere Meldung UniProfirente: Kuriose Umschichtung), wurden voll­ständig umge­schichtet. Bei ihnen ist auch keine Rück­kehr in Aktienfonds möglich. Bei den anderen Verträgen soll die Aktienquote abhängig von der Börsenlage schritt­weise wieder erhöht werden. Auch hier ist der Zeit­rahmen unklar.

Optionen

Sparer mit der UniProfiRente können mit dem Anbieter Union Investment vereinbaren, den Beginn der Auszahl­phase auf 67 Jahre hoch­zusetzen. Das verbessert die Wahr­scheinlich­keit auf höhere Aktienfonds­quoten. Eine Rück­kehr zu einem früheren Auszahl­beginn ist dann aber nicht mehr möglich. Union-Kunden, die noch die Riester-Variante mit dem UniGlobal haben, können ihren damaligen Wider­spruch zurück­ziehen und hätten künftig die Möglich­keit, mit dem UniGlobal Vorsorge an den Aktienmarkt zurück­zukehren.

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