Angebote der DWS: Viele Umschichtungen in beide Richtungen

DWS Toprente

Zertifizierungs-Nr. 000305 (Vertrieb u. a. über DWS, Deutsche Bank, Post­bank und einzelne Sparkassen).

Strategie. Die DWS Toprente hat eine Mindest­lauf­zeit von sieben Jahren. Es gibt sie in zwei Varianten: In der risikoreicheren Dynamik-Variante mit bis zu 100-prozentiger Aktienquote zahlt der Sparer in einen Aktiendachfonds ein, in der Toprente Balance mit bis zu 60-prozentiger Aktienquote in einen Misch­dachfonds. Das Kapital sichern je sieben Renten- und ein Geldmarkt­fonds. Es handelt sich um aktiv gemanagte Fonds­depots mit Unterstüt­zung eines finanzma­thematischen Modells. Je nach Börsen­entwick­lung sind Umschichtungen zwischen dem Aktien- und den anderen Fonds möglich – in beiden Richtungen. Wann das passiert, ist vorher nicht bekannt. Sparer können in der Anspar­phase zwischen den Varianten Dynamik und Balance wechseln. Das Management der Toprente ist bei nach 2011 abge­schlossenen Verträgen im Normalfall auf ein Endalter von 62 Jahren ausgerichtet. Kunden können es auf bis zu 67 hinauf­setzen und so die Aktienquote erhöhen.

Sparplanentwick­lung. Die Aktienquote ging in beiden Varianten in der zweiten Jahres­hälfte 2011, also mit deutlichem Versatz zu den nied­rigsten Aktien­kursen, stark nach unten. Die untersuchten Verträge der Toprente Dynamik und der Toprente Balance liegen zurzeit klar im Plus. Umschichtungen aus Aktien- in Rentenfonds sind in nächster Zeit unwahr­scheinlich.

Kosten. Die Kosten sind noch akzeptabel. Sparer zahlen normaler­weise einen Ausgabe­aufschlag von 4,5 Prozent (Dynamik) oder 3,5 Prozent (Balance). Beim Abschluss über Fonds­vermittler im Internet sind hohe Rabatte möglich. Die laufenden Produkt­kosten betragen 1,5 Prozent (Dynamik) oder 1,3 Prozent (Balance) pro Jahr. Auf staatliche Zulagen wird kein Ausgabe­aufschlag erhoben.

Finanztest-Kommentar. Die Toprente Dynamik ist empfehlens­wert für junge Sparer, die eine hohe Aktienquote wollen. Die Mindest­lauf­zeit sollte 20, besser 30 Jahre betragen. Wer nicht mehr so viele Jahre bis zur Rente hat, wählt besser die Toprente Balance, die weniger empfindlich auf Börsenkrisen reagiert.

DWS RiesterRentePremium

Zertifizierungs-Nr. 003837 (Vertrieb siehe Toprente).

Strategie. Die RiesterRentePremium hat eine Mindest­lauf­zeit von zwei Jahren. Es gibt zwei Varianten: In der risikoreicheren Stan­dard-Variante zahlt der Sparer in zwei Misch­dachfonds mit bis zu 100-prozentiger Aktienquote ein, in der Balance-Variante stecken zwei Misch­dachfonds, die die Höhe der Aktienquote beschränken. Zur Kapitalsicherung setzen beide auf sieben Renten- und einen Geldmarkt­fonds.

Sparplanentwick­lung. Die Aktienquote hängt stark von der Börsenlage ab. Wegen der dyna­mischen Wert­sicherung auf Basis eines finanzma­thematischen Modells wurde oft zwischen Aktien- und Rentenfonds hin- und hergeschichtet. Das angesparte Vermögen lag bei den untersuchten Verträgen im Juni 2014 unter der Summe der Einzahlungen.

Kosten. Die Kosten der RiesterRentePremium sind bei langen Lauf­zeiten zu hoch. Wie bei einer Renten­versicherung werden alle Abschluss- und Vertriebs­kosten in den ersten fünf Jahren abge­zogen. Sind alle Kosten bezahlt, fließen die Beiträge voll­ständig in Fonds. Die laufenden Kosten der Rentenfonds wurden jüngst um 25 bis 30 Prozent­punkte gesenkt.

Finanztest-Kommentar. Aufgrund der vor allem in den ersten Jahren hohen Kosten problematisch. Kommt nur für Sparer infrage, die mindestens 20 Jahre dabeibleiben werden – aber wer weiß das schon bei Vertrags­schluss.

Riester-Fonds­sparpläne Special

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