Riester-Fonds­sparpläne Meldung

Die Fonds­tochter der Deutschen Bank, DWS, senkt die Gebühren für ihre Riester-Fonds­sparpläne. Vom kommenden Jahr an müssen Anleger weniger Abschluss­gebühren für die DWS Riesterrente Premium und weniger Ausgabe­aufschlag für die DWS Top Rente zahlen. test.de hat sich das neue Gebührenmodell angeschaut.

Nied­rige Zinsen und hohe Kosten vertragen sich nicht

Grund für die Gebührensenkung ist das Nied­rigzins­umfeld. Zwar trifft das vor allem die Anbieter von Riester-Bank­sparplänen und Riester-Renten­versicherungen, doch völlig unbe­rührt davon bleiben auch die Anbieter von Riester-Fonds­sparplänen nicht. Sie können nur in Aktien investieren, soweit die Beitrags­garantie nicht gefährdet ist. Spätestens wenn es an den Börsen crasht, müssen sie das Geld aus den rendite­starken ganz oder teil­weise in die sicheren Anlagen umschichten. Die meisten Anbieter legen von vorn­herein einen Teil in sicheren Renten- oder Geldmarkt­fonds an. Zins­erträge können Verluste der Aktien ausgleichen. Je nied­riger die Zinsen jedoch sind, umso weniger können die Anbieter riskieren, sprich: in Aktien investieren. Auch hohe Kosten zehren am Risikobudget.

Kosten für DWS TopRente und DWS Riesterrente Premium sinken ab 2016

Die DWS, Fonds­tochter der Deutschen Bank, hat darauf reagiert, indem sie die Abschluss­kosten und Ausgabe­aufschläge für ihre Riester-Fonds­sparpläne senkt. Die neuen Sätze gelten ab 2016. Im Einzelnen sieht die Kostensenkung so aus:

DWS TopRente:

Die Ausgabe­aufschläge für sechs Rentenfonds sinken von 3 Prozent auf Sätze zwischen 0 und 2 Prozent. Bei einem Rentenfonds bleibt der Ausgabe­aufschlag unver­ändert bei 1 Prozent. Hier­von profitieren Neu- und Bestands­kunden gleichermaßen.

Tipp: Die neuen Sätze gelten vom kommenden Jahr an. Wer dieses Jahr abschließt, zahlt für die diesjäh­rigen Sparraten noch die alten Sätze. Beim Online­ableger DWS direkt bekommen Anleger 50 Prozent Rabatt auf die Ausgabe­aufschläge. Wer zu einem freien Fonds­vermittler geht, kann aber oft noch mehr sparen. Anleger, die Geld von einer anderen Gesell­schaft zur DWS über­tragen, zahlen dafür keine Gebühren.

DWS Riesterrente Premium:

Die Abschluss­kosten auf die regel­mäßigen Beitrags­zahlungen sinken von 5,5 auf 3,3 Prozent. Die Kosten für die Zulagen und Zuzah­lungen sinken von 5 auf 3 Prozent. Hier­von profitieren nur Kunden, die neue Verträge abschließen, aber nicht Bestands­kunden. Anders als bei der DWS TopRente werden die Kosten für die regel­mäßigen Beitrags­zahlungen bei der DWS Riesterrente Premium nicht von jeder Einzahlung abge­zwackt. Vielmehr zieht die DWS die Kosten geballt in den ersten fünf Jahren der Vertrags­lauf­zeit ab (fach­sprach­lich als Zill­merung bezeichnet).

Tipp: Anleger, die noch in diesem Jahr einen Vertrag abschließen wollen, um sich die Zulage zu sichern, sollten ihren Vermittler bitten, ihnen die neuen Kostensätze bereits jetzt zu gewähren. Bei freien Fonds­vermitt­lern können sie teil­weise sogar 100 Prozent Rabatt auf die Abschluss­kosten bekommen. Bestands­kunden könnten zumindest fragen, ob ihre Vermittler ihnen die neuen Kostensätze für Zulagen und Zuzah­lungen gewähren.

Riester-Fonds­sparpläne im Test

Weitere, teil­weise noch güns­tigere Angebote finden Sie in unserem aktuellen Test von Riester-Fondssparplänen. Im Test: zwölf Riester-Fonds­sparpläne vier verschiedener Anbieter.

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