Riester-Kompass

Riester-Fondssparpläne werden mit Sparzulagen und Steuervorteilen staatlich gefördert. Das Geld fließt in Aktien- und Rentenfonds. Sparer profitieren von Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen.

Geeignet für: Vor allem jüngere Kunden bis ungefähr Mitte 40 können sich die hohen Renditechancen der Aktienfonds zunutze machen. Ältere Sparer sollten auf eine gute Mischung aus Aktien- und Rentenfonds achten.

Rendite und Risiko: Je höher der Aktienfondsanteil, desto besser die Renditeaussichten. Möglich sind bis zu 10 Prozent pro Jahr. Das Risiko ist begrenzt, weil Riester-Verträge immer den Erhalt des eingezahlten Geldes (Eigenleistung plus Zulage) garantieren. Wer vorzeitig aussteigt, kann allerdings Verluste machen.

Auszahlung: Anleger können bei Rentenbeginn 30 Prozent ihrer Ersparnisse abheben. Der Rest fließt in einen Auszahlplan oder eine Rentenversicherung.

Kosten: Beim Kauf der Fondsanteile fällt ein Ausgabeaufschlag an, der bis zu 5 Prozent der Rate beträgt. Für das Management werden jährlich bis zu 1,94 Prozent der Anlagesumme abgezogen.

Flexibilität: Ein Vertragswechsel ist möglich, aber mit Kosten verbunden. Für eventuelle Verluste gibt es keinen Ausgleich.

Alternativen: Sicherheitsorientierte und ältere Anleger können einen Riester-Banksparplan abschließen. Für Sparer um die 40 kommt auch eine Riester-Rentenversicherung infrage.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1615 Nutzer finden das hilfreich.