Riestern mit Rabatt

Fondsvermittler bieten Riester-Verträge mit reduziertem Ausgabeaufschlag an.

Für Riester-Verträge fallen beim Kauf Ausgabeaufschläge an – so wie für herkömmliche Fondssparpläne auch. Je weniger der Fonds kostet, desto höher ist später die Rente. Deshalb kann es sich für Anleger lohnen, ihren Riester-Fondsvertrag bei einem freien Vermittler abzuschließen, der weniger Ausgabeaufschlag verlangt als die Bank.

In der Tabelle nennen wir 23 freie Vermittler, die Riester-Fondssparpläne mit Rabatt anbieten.

Sparer, die den Vertrag über einen freien Vermittler abschließen, führen ihr Depot bei der Fondsgesellschaft und zahlen auch an sie ihre Sparraten. Zwischen ­Anleger und Vermittler fließt kein Geld.

Anleger sollten sich allerdings genau über die Vertragsbedingungen informieren. Der AAD Fondsdiscount zum Beispiel gewährt für Riester-Fonds nur dann Rabatt, wenn der Sparer dort ein Depot eröffnet und mindestens 50 000 Euro anlegt.

Ein Sonderfall ist die DWS Riesterrente Premium. Hier fallen keine Ausgabeaufschläge an, stattdessen werden die Gebühren für die gesamte Laufzeit in den ersten fünf Jahren abgezogen. Wir empfehlen das Produkt nicht: Weil anfangs weniger Geld in den Fonds fließt, das Erträge erwirtschaften kann, kommt am Ende auch weniger heraus.

Einige Vermittler bieten zwar auch diese Riester-Vertragsvariante mit Rabatt an. Allerdings erstatten sie das Geld in bar, sodass sich die Sparrate und damit auch die Rente nicht erhöht. Andere Vermittler wie zum Beispiel Invextra bieten die DWS Riesterrente Premium wegen des für den Kunden ungünstigen Kostenabzugs gar nicht erst an.

Tipp: Auch wer einen Riester-Vertrag hat, kann die Bezugsquelle wechseln.

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