Riester-Fonds­policen Test

Abschließen, abheften, abwarten funk­tioniert bei einer fonds­gebun­denen Riester-Renten­versicherung meist nicht. Der Anla­geerfolg hängt von der Qualität der Fonds ab, die in ihr stecken. Und die sucht der Kunde selbst aus. Das heißt: Vergleichen, anrufen, austauschen. Die Experten der Stiftung Warentest erklären, wie’s geht. Im Test: 35 Riester-Fonds­policen.

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TestRiester-Fonds­policenFinanztest 04/2014
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[11.07.2016]: Jetzt laufend aktuelle Fonds­empfehlungen

Die Experten von Finanztest ermitteln Ihnen jetzt einmal im Monat die besten Fonds-Alternativen für Ihre fonds­gebundene Riester-Renten­versicherung. Sie finden die stets aktuellen Empfehlungen im Produktfinder Riester-Fondspolicen.

Finanztest nennt die besten Fonds

Bei Riester-Fonds­policen liegt nur ein Teil des Guthabens in sicheren, meist verzinsten Anlagen. In welchen, entscheidet der Anbieter. Er stellt damit die Riester-Garantie ­sicher, die vorschreibt, dass zum Ende der ­Anspar­phase mindestens die Summe aus Beiträgen und Zulagen noch da ist. Der andere Teil liegt in riskanteren Anlagen, in Investmentfonds. Und das ist der Teil, den Kunden im Auge behalten müssen. In welche Fonds Teile seines Beitrags fließen, entscheidet er nämlich selbst. Finanztest hat sich 35 Riester-Fonds­policen angesehen (Stichtag: 1. Januar 2014) und nennt jeweils die besten Fonds der einzelnen Versicherer. Kunden müssen nur noch bei ihrem Versicherer anrufen und schlechte gegen bessere Fonds in ihrer Police austauschen. Der Tausch kostet meist nichts. Finanztest erklärt, wie es geht, und worauf Kunden achten müssen, die ihre Police nicht direkt beim Versicherer, sondern über einen Vertriebs­partner abge­schlossen haben. Eine Finanztest-Grafik veranschaulicht die Unterschiede zwischen den verschiedenen Anlage­konzepten der Anbieter.

Interesse an Aktien von Vorteil

Riester-Fonds­versicherungen eignen sich am besten für Anleger, die sich mit Fonds auskennen und gerne mit Aktien beschäf­tigen. Die Vermittler der Policen nehmen darauf aber oft keine Rück­sicht. Haupt­sache, die Abschluss­provision stimmt. Bei der Recherche stellten die Finanztest-Experten fest, dass vielen Versicherten oft gar nicht klar ist, dass sie eine fonds­gebundene und keine klassische Riester-Police abge­schlossen haben. Die Versicherung zu wechseln, ist aber auch für Fonds­muffel meist keine gute Idee. Anleger müssen die Abschluss­kosten für die ganze Lauf­zeit – oft mehrere tausend Euro – in den ersten fünf Jahren bezahlen. Ein großer Teil davon ist bei einer Kündigung weg. Denn die Riester-Garantie auf den Kapital­erhalt gilt nur zum Laufzeit­ende, nicht zwischen­durch.

Nicht mehr als drei Fonds wählen

Kunden können aus einer Palette von Fonds auswählen, die der Versicherer ihnen anbietet. Das Angebot variiert stark: Es reicht von drei Fonds wie bei der Hanse Merkur24 bis zu mehr als 200 Fonds bei der Neuen Leben. Unterschiedlich ist auch, auf wie viele Fonds Versicherte ihr Guthaben verteilen können. Mehr als drei Fonds sollten das normaler­weise nicht sein. Denn mehr Fonds bedeuten auch mehr Arbeit, und der Versicherungs­nehmer verliert schneller den Über­blick. Wir empfehlen, fast während der gesamten Lauf­zeit des Vertrags möglichst auf ­Aktienfonds zu setzen. Erst fünf Jahre vor ihrem Renten­start sollten Anleger schritt­weise ihren Aktien­anteil reduzieren. Die meisten Versicherer bieten ihren Kunden für diese Phase ein sogenanntes Ablaufmanagement an.

Erste Wahl: Markt­breite ETFs

Erste Wahl für Fonds sind sogenannte Exchange Traded Funds (ETF). Das sind börsen­gehandelte Investmentfonds, die einen Index möglichst exakt nach­bilden. Zu den bekann­testen Indizes zählt der Deutsche Aktien­index (Dax). Wir empfehlen ETF, die einen globalen Aktien­index nach­bilden. Der Vorteil: Das Anlagerisiko wird breit gestreut und so minimiert. In der Finanz­tabelle werden geeignete Fonds genannt. Auch ETF, die sich auf europäische Aktien­indizes beziehen, gehören zur ersten Wahl. Zwar sind ­diese weniger breit gestreut, haben zum Ausgleich aber ein geringeres Risiko durch Währungs­schwankungen.

Nicht alle Anbieter haben ETFs im Angebot

Der Anleger nimmt mit einem ETF an steigenden wie auch fallenden Märkten entsprechend der Entwick­lung des zugrunde­liegenden Aktien­indexes teil. Da der Fonds den Index nur nach­bildet und er nicht aktiv von Fonds­managern betreut wird, ist er im Verhältnis zu aktiv gemanagten Fonds sehr kostengünstig. Das nützt der Rendite. Weiterer Vorteil: Die Sparer müssen ihre Fonds nicht ständig kontrollieren, weil diese sich weit­gehend wie der Markt entwickeln.

Zweite Wahl: Gemanagte Aktienfonds

Leider haben nicht alle Fonds­policen ETFs im Angebot. Kunden sollten dann auf aktiv gemanagte Aktienfonds ausweichen, die welt­weit investieren. Aktiv gemanagt heißt, dass Fonds­manager sie zusammensetzen, beob­achten, über­prüfen und je nach Markt­situation anpassen. Im Ideal­fall holen sie mehr Rendite heraus, als der breite Markt zu bieten hat. Das schaffen aber nur die besten und oft nur für einen begrenzten Zeitraum. Kunden müssen also besonders wach­sam sein und mindestens einmal im Jahr die Entwick­lung solcher Fonds über­prüfen.

Dritte Wahl: Misch­fonds mit Aktien

Das Gleiche gilt für durch­schnitt­liche Aktienfonds und Misch­fonds mit hohem Aktien­anteil. Drei Versicherer im Test bieten keine reinen Aktienfonds an, sondern nur solche, die auf sicherere, aber weniger aussichts­reiche Wert­papiere wie Anleihen setzen. Solche Misch­fonds können einen kleineren oder größeren Aktien­anteil haben. Die Finanztest-Experten empfehlen Misch­fonds, bei denen der Aktien­anteil so groß wie möglich ist. ­

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