Tipps

Riester allgemein

  • Zulagen. Der Staat zahlt jährlich eine oder mehrere Zulagen in den Vertrag ein. Pro Kind bekommen Sie nur eine Zulage. Sie müssen sich mit Ihrem Ehepartner einigen, wer sie nimmt. Insgesamt sollten Sie nicht mehr als 1 575 Euro pro Jahr ansparen. Grund: Mehr fördert der Staat nicht. Sind Sie eher „Geringverdiener“ müssen Sie mindestens 60 Euro einzahlen.
  • Steuervorteile. Sie müssen der Steuererklärung eine Bestätigung Ihres Anbieters über den selbstgezahlten Beitrag beilegen. Zulagen werden von der Steuerersparnis abgezogen. Für 2006 und 2007 können Sie jeweils einen Beitrag bis zu 1 575 Euro geltend machen, ab 2008 dauerhaft 2 100 Euro, immer einschließlich Zulagen. Je nach Umfang der Zulagen (Kinderzahl) variiert der maximal geförderte Eigenanteil.
  • Ausland. Wenn Sie Ihren Hauptwohnsitz im Alter ins Ausland verlegen, müssen Sie die Förderung zurückzahlen. Weil Sie Ihre Rente nicht mehr in Deutschland versteuern, kann sich die Sache aber dennoch für Sie lohnen.

Riester-Banksparpläne

  • Ältere Sparer. Wenn Sie über 50 Jahre sind und von eher steigenden Zinsen ausgehen, sollten Sie einen Vertrag mit Anbindung an die Umlaufrendite wählen.
  • Jüngere Sparer. Wenn Sie langfristig sparen wollen, sind Sparpläne mit Boni und Zinstreppen am aussichtsreichsten.
  • Flexibilität. Ein vorzeitiger Ausstieg oder Produktwechsel ist bei Riester-Banksparplänen problemlos möglich. Allerdings sollten Sie auf etwaige Ausstiegskosten achten.
  • Bauherren. Auch für potenzielle Häuslebauer sind Riester-Banksparpläne maßgeschneidert. Sie können das Riester-Konto bei Bedarf für die Finanzierung plündern, müssen das Geld aber ratenweise zurückzahlen.

Riester-Fondssparpläne

  • Wechseln. Wenn Sie bereits einen Riester-Fondssparplan abgeschlossen haben und jetzt erst merken, dass es Ihren Fonds auch mit Rabatt auf den Ausgabeaufschlag gibt, können Sie die Bezugsquelle wechseln. Sie besparen dann weiterhin den alten Fonds, kaufen ihn aber mit Rabatt über ­einen freien Vermittler. Haben Sie sich für das falsche Fondskonzept entschieden, sollten Sie möglichst schnell den Anbieter wechseln. Denn Sie zahlen auf Ihre bereits angesparte Summe beim neuen Anbieter noch einmal einen Ausgabeaufschlag. Je eher Sie wechseln, desto leichter können Sie diese Kosten durch ein besseres Angebot wieder reinholen.
  • Rabatte. Nutzen Sie mögliche Rabatte auf den Ausgabeaufschlag. Sie sollten bei der Auswahl aber keine Rolle spielen. Ein gutes Angebot ohne Rabatt kann rentabler sein als ein mittelmäßiges mit Rabatt.

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