Wohn-Riester: So nutzen Bausparer die Riester-Förderung

Bausparen. Mit einem Bauspar­vertrag können Riester-Sparer die Förderung nutzen, um zuerst Eigen­kapital anzu­sparen und später die eigene Immobilie zu entschulden. In der Spar­phase gibt es Zulagen und Steuer­vorteile auf die Sparbeiträge. Nach Zuteilung können Kunden die Förderung für die Tilgung ihres Darlehens beantragen.

Verwendung. Einen Riester-Bauspar­vertrag darf der Sparer für den Bau, Kauf oder die Entschuldung einer selbst­genutzten Immobilie verwenden, in der er seinen Haupt­wohn­sitz oder Lebens­mittel­punkt hat. Gefördert wird auch ein alters­gerechter Umbau. Möglich ist es auch, in den Bauspar­vertrag bis zum Renten­beginn einzuzahlen. Dann wird das Guthaben in eine lebens­lange Rente umge­wandelt. Wegen der nied­rigen Bausparzinsen ist das aber allenfalls in Ausnahme­fällen zu empfehlen.

Besteuerung im Alter. Nicht nur eine Riester-Geld­rente muss voll versteuert werden. Steuern zahlen auch Sparer, die einen Riester-Bauspar­vertrag für die Eigenheim­finanzierung einge­setzt haben. Alle geförderten Spar- und Tilgungs­leistungen werden auf einem „Wohn­förderkonto“ erfasst und mit 2 Prozent im Jahr verzinst. Im Renten­alter ist dieses Konto zu versteuern. Der Haus­eigentümer kann wählen: Entweder er versteuert den Konto­stand in jähr­lichen Raten bis zum 85. Lebens­jahr. Oder er zahlt die Steuern auf einen Schlag. Dann muss er nur 70 Prozent des Förderkontos versteuern. Wählt der Geförderte zunächst die jähr­liche Besteuerung, kann er später noch zur Einmalbesteuerung wechseln.

Vorzeitige Besteuerung. Wer sein Haus verkauft oder vermietet, muss das Wohn­förderkonto vorzeitig versteuern. Es gibt aber viele Ausnahmen. Ein Riester-Sparer behält die Förderung, wenn er sich binnen fünf Jahren ein neues Eigenheim zulegt oder die geförderten Beträge binnen einem Jahr in einen Riester-Spar­vertrag einzahlt. Auch eine zeit­weise Vermietung nach einem berufs­bedingten Umzug ist möglich.

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