Gut zu wissen: So nutzen Bausparer die Riester-Förderung

  • Bausparen. Mit einem Bauspar­vertrag können Riester-Sparer die Förderung nutzen, um zuerst Eigen­kapital anzu­sparen und später die eigene Immobilie zu entschulden. In der Spar­phase gibt es Zulagen und Steuer­vorteile auf die Sparbeiträge. Nach der Zuteilung können Kunden die Förderung für die Tilgung des Bauspardarlehens beantragen. Die Zulagen fließen dann als Sondertilgung auf das Darlehens­konto. Ist ihr Bauspar­vertrag zum Bau- oder Kauf­termin noch nicht zugeteilt, können sie ihn mit einem Zwischen­kredit vorfinanzieren.
  • Verwendung. Einen Riester-Bauspar­vertrag darf der Bausparer nur für den Bau, Kauf oder die Entschuldung einer selbst­genutzten Immobilie verwenden, in der er seinen Haupt­wohn­sitz oder Lebens­mittel­punkt hat. Ab 2014 wird auch ein alters­gerechter Umbau gefördert. Möglich ist es auch, in den Bauspar­vertrag bis zum Renten­beginn einzuzahlen. Dann wird das Guthaben in eine lebens­lange Rente umge­wandelt. Wegen der nied­rigen Bausparzinsen ist das aber nicht zu empfehlen. Wie bei allen Riester-Verträgen kann das Guthaben auch auf einen anderen Riester-Vertrag über­tragen werden, etwa auf einen Bank­sparplan.
  • Zertifizierung. Gefördert werden nur Verträge, die vom Bundes­zentral­amt für Steuern zertifiziert sind. Die Tarifbedingungen müssen vorsehen, dass das Bauspardarlehen spätestens bis zum 68. Lebens­jahr getilgt wird.
  • Besteuerung im Alter. Nicht nur eine Riester-Geld­rente muss voll versteuert werden. Steuern zahlen auch Riester-Sparer, die einen Bauspar­vertrag für die Finanzierung ihres Eigenheims einge­setzt haben. Dazu werden alle geförderten Spar- und Tilgungs­leistungen auf einem Wohn­förderkonto erfasst und mit 2 Prozent im Jahr verzinst. Im Renten­alter ist dieses Konto zu versteuern. Der Haus­eigentümer kann wählen: Entweder er versteuert den Konto­stand in jähr­lichen Raten bis zum 85. Lebens­jahr. Oder er zahlt die Steuern auf einen Schlag. Dann muss er nur 70 Prozent des Förderkontos versteuern. Ab 2014 kann er im Renten­alter jeder­zeit von der jähr­lichen Besteuerung zur Einmalbesteuerung wechseln und den Rest­betrag auf dem Wohn­förderkonto mit 30 Prozent Abschlag versteuern.
  • Vorzeitige Besteuerung. Wer sein Haus verkauft oder vermietet, muss das Wohn­förderkonto vorzeitig versteuern. Es gibt aber viele Ausnahmen. Ein Riester-Sparer behält die Förderung, wenn er sich binnen fünf Jahren ein neues Eigenheim zulegt oder die geförderten Beträge binnen eines Jahres in einen Riester-Spar­vertrag einzahlt. Auch eine zeit­weise Vermietung nach einem berufs­bedingten Umzug ist möglich.

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