Test­verweigerer: Deutsche Bank Bauspar? Teuer!

Die Deutsche Bank Bauspar weigerte sich, uns Angebote für die Modell­fälle zu schi­cken – wie schon im Jahr zuvor. Ihr Tarif sei mit anderen nicht vergleich­bar, schrieb sie Finanztest. Außerdem könne sie die Modell­vorgaben nicht einhalten.

Sparbeiträge begrenzt

Richtig ist: Weil die Bausparkasse mit Riester-Zulagen nur jähr­liche Einzahlungen bis zu 2 100 Euro erlaubt, waren die vorgegebenen Sparraten in drei von vier Modell­fällen gering­fügig zu hoch. Doch sonst hat der Tarif keinerlei Besonderheit, die einem Vergleich im Wege steht.

Angebot verdeckt einge­holt

Ein Finanztest-Mitarbeiter ließ sich deshalb in einer Filiale der Bausparkasse ein Angebot erstellen. Wie im Modell­fall 2 auf Seite 35 gab er vor, er wolle in zehn Jahren eine Immobilie finanzieren. Einziger Unterschied zum Modell­fall: Statt der aufgerundeten 165,00 Euro betrug die Sparrate monatlich 162,17 Euro.

Nur bei den Gebühren spitze

Die Gebühren sind abschre­ckend hoch. Die Deutsche Bank Bauspar verlangt eine Abschluss­gebühr von 3 Prozent der Bausparsumme – dreimal so viel wie die meisten anderen Kassen. Dazu kommen in der Spar­phase jähr­lich 30 Euro Konto­gebühren. In den ersten zehn Jahren sollte der Test­kunde mehr als 1 500 Euro Gebühren zahlen, aber nicht einmal 1 000 Euro Zinsen bekommen.

Minizins nur für kleines Darlehen

Das reißt auch der nied­rige Darlehens­zins von 1,5 Prozent nicht wieder heraus. Der Zins klingt zwar toll. Doch das Bauspardarlehen ist nicht einmal halb so hoch wie bei den güns­tigen Bausparkassen im Test. Unterm Strich war die Finanzierung mit der Deutschen Bank Bauspar sogar teurer als bei allen anderen Bausparkassen im Test.

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