Laufende Verträge: Wechsel der Bausparkasse lohnt sich nicht

Viele Sparer haben bereits einen Riester-Bauspar­vertrag abge­schlossen. Was sollen sie tun, wenn ihre Bausparkasse in unserem Test nur auf den hinteren Rängen gelandet ist oder sich vor dem Vergleich sogar gedrückt hat? Sollen sie jetzt zu einem der Top-Tarife wechseln, also beispiels­weise zu Wüstenrot?

Nein. Das wäre in aller Regel falsch. Denn jeder Wechsel kostet Geld. Für den neuen Vertrag muss der Bausparer wieder eine Abschluss­gebühr von 1 Prozent der Bausparsumme zahlen. Bei einer Vertrags­summe von 50 000 Euro wären das 500 Euro. Dazu kommen meist 100 Euro Wechsel­gebühr an die alte Bausparkasse.

Außerdem verliert der Bausparer die erreichte Bewertungs­zahl, mit der die Bausparkasse seine Spar­leistung bewertet. Sie führt dazu, dass er die Bausparsumme schneller zugeteilt bekommt oder eine nied­rige Kreditrate wählen kann. Bei der neuen Bausparkasse würde er wieder bei null anfangen. Die Nachteile zusammen­genommen, wird sich ein Wechsel der Bausparkasse kaum lohnen.

Bausparer sollten aber von Zeit zu Zeit prüfen, ob ihr bestehender Vertrag noch zu ihren Zielen passt. Wollen sie zum Beispiel früher als ursprüng­lich geplant in die eigenen vier Wände, ist es wichtig, die Zuteilung zu beschleunigen. Das geht zum Beispiel durch eine größere Sonderzahlung. Wollen sie sich länger Zeit lassen als zunächst geplant, ist es oft sinn­voll, die Bausparsumme nach­träglich aufzusto­cken.

Falls der Bausparer seine Eigenheimpläne endgültig begräbt, sollte er aus dem Vertrag aussteigen und sein Guthaben auf einen rent­ableren Riester-Vertrag über­tragen. Er kann seine Riester-Beiträge zwar bis zur Rente auch weiter auf das Bauspar­konto zahlen. Anschließend wird sein Bauspar­guthaben dann in eine lebens­lange Rente umge­wandelt. Wegen der nied­rigen Sparzinsen springt damit jedoch nur eine bescheidende Rente heraus.

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