Sonderbedingungen für Riester-Tarife

Die Riester-Tarife der Bausparkassen unterscheiden sich nicht grund­sätzlich von unge­förderten Tarifen. Ein paar Besonderheiten gibt es aber:

  • Die Abschluss­gebühr wird nicht sofort fällig, sondern auf die ersten fünf Jahre verteilt. Das bringt einen kleinen Zins­vorteil.
  • Riester-Bausparer dürfen jeder­zeit eine Spar­pause einlegen. Bis zum geförderten Höchst­betrag von 2 100 Euro dürfen sie so viel einzahlen, wie sie wollen. Herkömm­liche Bauspar­verträge verpflichten die Kunden, den tariflichen Regelsparbeitrag zu zahlen.
  • Bausparkassen dürfen ihren Riester-Sparern grund­sätzlich nicht kündigen. Andere Bausparer müssen dagegen mit der Kündigung rechnen, wenn sie zehn Jahre nach der ersten Zuteilungs­möglich­keit noch immer kein Darlehen abge­rufen haben.
  • Ehegatten können keinen gemein­samen Riester-Vertrag abschließen. Um die Förderung auszuschöpfen, braucht jeder einen eigenen Vertrag.
  • Ein Bauspardarlehen mit Riester-Förderung muss der Kreditnehmer spätestens bis zu seinem 68. Geburts­tag zurück­zahlen.
  • Riester-Bauspar­verträge können zu Renten­beginn in eine lebens­lange Rente umge­wandelt werden. Wegen der nied­rigen Zinsen ist das meist nicht sinn­voll. Bei älteren Riester-Bauspar­verträgen mit höheren Gutha­benzinsen kann sich die Verrentung aber lohnen.

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