Tipps

Riester

  • Riester-Sparen. Sofern Sie noch keinen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, sollten Sie dies schnell nachholen. Dazu müssen Sie in diesem Jahr 2 Prozent ihres Jahresbruttolohns abzüglich Zulagen einzahlen, maximal 1 050 Euro.
  • Ertrag. Das Riester-Sparen gehört zu einer der rentabelsten Sparformen. Riester-Verträge bringen dank der staatlichen Zuschüsse und Steuervorteile in der Ansparphase höhere Renditen als fast alle anderen Formen der Altersvorsorge. Das lohnt sich, auch wenn Sie die daraus resultierende Rente später versteuern müssen.
  • Antrag. Lassen Sie sich nicht vom Umfang der Formulare abschrecken. Es kostet zwar Zeit und Mühe, sie auszufüllen, aber mit Unterstützung eines sachkundigen Beraters sollten Sie das schaffen.
  • Zuschüsse. Schöpfen Sie die staatlichen Zuschüsse und Steuerersparnisse vollständig aus. Bisher müssen Sie einmal pro Jahr einen Zulagenantrag ausfüllen, den Ihnen der Anbieter automatisch zuschickt. Ohne Antrag bekommen Sie auch keine Zulagen. Mit der vereinfachten Riester-Förderung würde 2005 ein Antrag für die gesamte Förderdauer genügen. Aber nicht jede Bank wird diese Vereinfachung zum Jahresanfang umsetzen. Achtung: Die Zulagenanträge für das Jahr 2002 müssen Sie bis Ende 2004 stellen. Ansonsten verfällt die Zulage für das Jahr.

Riester-Banksparpläne

  • Sicherheit. Erste Wahl sind Riester-Sparpläne, deren Zins an einen Referenzzins gekoppelt ist. Diese gibt es bisher nur von einigen Volks- und Raiffeisenbanken mit Bindung an die Umlaufrendite. Ihre Zinsen sind zurzeit niedrig, doch sie steigen, wenn die Umlaufrendite steigt. Besonders gut unter den bundesweiten Angeboten ist derzeit der Sparplan der Mainzer Volksbank mit 3,26 Prozent.
  • Renditeerwartung. Sie können sich auch für einen Sparplan mit variabler Verzinsung entscheiden. Auch wenn unsicher ist, wie er sich entwickeln wird, ist er wegen des hohen Basiszinses verlockend. Die besten Angebote mit variablem Zins haben derzeit die Sparkassen Ahrweiler, Kelheim und Pfullendorf-Meßkirch. Die Sparkassen Ahrweiler und Kelheim sowie Schenefeld und Hameln bieten den hohen Basiszins von 4 Prozent übrigens seit Start ihres Angebots im Jahr 2002 durchgehend an.
  • BGH-Urteil. Sinken nach Vertragsschluss die Basiszinsen Ihres Sparplans stärker als die Marktzinsen, muss die Bank zu einem höheren Basiszins zurückkehren. Entscheidend ist der Zins bei Abschluss des Vertrags. Er bestimmt die Spanne zu dem Marktzins, den die Bank als Richtschnur wählt. Im Vertragsverlauf muss der variable Vertragszins dann so weiterlaufen, dass die Anfangsspanne zur Benchmark erhalten bleibt.
  • Kosten. Achten Sie schon beim Abschluss eines Riester-Banksparplans auf die Kosten. Die Banken können sie willkürlich ändern, da es keine gesetzliche Regelung gibt. Nur wenn die Wechselkosten nicht zu hoch sind, können Sie flexibel auf die Einführung oder Erhöhung von Verwaltungskosten reagieren.
  • Post. Sie sollten das Riester-Sparen mit Banksparplänen für sich prüfen, selbst wenn sie nicht am Ort des Anbieters wohnen. Der Abschluss klappt auch per Post.

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