Riester-Bank­sparpläne Kaum noch Angebote

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Finanztest hat Riester-Banksparpläne stets empfohlen. Doch jetzt gibt es kaum noch die Möglich­keit, einen abzu­schließen. Wir haben bei mehr als 1 400 Banken und Sparkassen nachgefragt, ob sie einen Riester-Bank­sparplan im Angebot haben. Fast 1 000 Institute haben uns geant­wortet. Aktuell gibt es nur noch etwa zehn Angebote − alle regional begrenzt. Kunden, die nicht im Einzugs­gebiet dieser Banken wohnen, können keinen Sparplan mehr abschließen.

Altverträge

Mehr als 150 Institute haben ihre Bank­sparpläne in den vergangenen Jahren vom Markt genommen. Für Bank­kunden, die bereits einen Vertrag haben, ändert sich nichts. Er läuft zu den ursprüng­lich vereinbarten Bedingungen weiter. Banken können allerdings nach­träglich Verwaltungs­kosten einführen oder sie verändern.

Verzinsung

Der Basiszins liegt bei fast allen Altverträgen nahe null. Dennoch gibt es Sparpläne, die sich nach wie vor lohnen. Bei den meist von Sparkassen verkauften Sparplänen mit Bonus­staffeln profitieren Anleger von fest­gelegten Zins­gutschriften, die unabhängig vom aktuellen Zins­niveau gewährt werden.

Umlaufrendite

Problematisch sind Sparpläne, deren Verzinsung ausschließ­lich an die Umlaufrendite gekoppelt ist, eine Richt­schnur für die durch­schnitt­liche Verzinsung öffent­licher Anleihen. Diese Angebote – sie stammten vorwiegend von Genossen­schafts­banken − bringen zurzeit so gut wie keine Zinsen mehr.

Gebühren

Besonders ärgerlich ist es für Sparer, wenn die jähr­lichen Verwaltungs­kosten über den Zins­einnahmen liegen. Das kann zum Beispiel beim beliebten Sparplan der Mainzer Volks­bank passieren. Obwohl die Verwaltungs­gebühr nur 10 Euro pro Jahr beträgt, wird sie nicht durch die jähr­liche Zins­gutschrift gedeckt.

Riester-Garantie

Banken können die Gebühren aus den Zins­einnahmen vergangener Jahre abbuchen. Allerdings sind zum Ende der Lauf­zeit sämtliche Einzahlungen und staatlichen Zulagen garan­tiert. Die Sparpläne können nicht ins Minus rutschen.

Abwägung

Dank der staatlichen Riester-Förderung bringen selbst unver­zinste Sparpläne attraktive Renditen. Wenn aber in einem Sparplan weit unter 10 000 Euro liegen und er nicht mehr lange läuft, ist es über­legens­wert, ihn beitrags­frei zu stellen. Dann bekommen Sparer statt einer regel­mäßigen Rente am Ende der Spar­phase die Summe ausgezahlt.

Alternativen

Nach wie vor lohnens­wert sind Riester-Bausparverträge − aber nur für Sparer, die einen Haus- oder Wohnungs­kauf planen.

Tipp: Finanztest aktualisiert ständig seine Riester-Tests – von Fonds­sparplänen und Renten­versicherungen über Wohn-Riester bis hin zu Bank­sparplänen. Welche Sparform für Sie am besten geeignet ist, erfahren Sie in unserem Special Riester im Test.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 27.03.2017 um 09:28 Uhr
Nur noch regionale Angebote

@Frueh.Sophie: Bitte fragen Sie bei Ihrer örtlichen Sparkasse und Genossenschaftsbank nach, ob diese Ihnen einen Riester-Banksparplan anbietet. (maa)

Frueh.Sophia am 24.03.2017 um 13:00 Uhr
"Aktuell gibt es nur noch etwa zehn Angebote"

Welche Banken sind das, die Riester-Banksparpläne noch im Angebot haben?